Neuer ATP-Chef möchte gerne mehr kurze Sätze sehen

Andrea Gaudenzi wird Chris Kermode am 1. Januar 2020 als Vorsitzender der ATP ablösen. Der Italiener zeigt sich grundlegenden Änderungen gegenüber aufgeschlossen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 07.11.2019, 06:21 Uhr

Für Andrea Gaudenzi dürfen die Sätze gerne ein bisschen kürzer sein
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Für Andrea Gaudenzi dürfen die Sätze gerne ein bisschen kürzer sein

Mit der Einführung des #NextGen- Masters in Mailand hat die ATP eine Plattform geschaffen, auf der potenzielle Änderungen versucht werden, die irgendwann auch auf der regulären Herren-Tour zur Tagesordnung gehören könnten. Die Abschaffung des Netzaufschlags etwa, der Verzicht auf Linienrichter oder der Modus, Sätze nur noch bis vier zu spielen. Gerade letzteres könnte ab dem kommenden Jahr an Schwung gewinnen - dann nämlich übernimmt Andrea Gaudenzi den Vorsitz in der ATP. Und der ehemalige Stallgefährte von Thomas Muster sieht sich nicht als eisernen Traditionalisten.

„Natürlich muss man die Essenz unseres Sportes respektieren“, erklärte Gaudenzi vor wenigen Tagen in einem Interview. „Aber was mir wirklich gut gefällt, sind die Sätze, die bis vier gespielt werde. Die wichtigsten Momente gibt es nun einmal bei 4:4 oder 5:5. Wir könnten also anstelle von Best-of-Three-Matches bis sechs auch Best-of-Five-Matches bis vier Spiele pro Satz austragen.“

Kein Match-Tiebreak bei Grand Slams

Ob dies bei den Profis auf positiven Widerhall stoßen wird, bleibt abzuwarten. Von der reinen Spielzeit eines Matches würde sich wohl nicht viel ändern, auch das haben die Matches der #NextGen gezeigt. Aber die Einsätze wären schon zu Beginn eines Satzes viel höher, notorische Langsamstarter gerieten nach diesem Modus gleich noch mehr in die Bredouille.

Andererseits wurde auch die Einführung des Match-Tiebreaks anstelle des dritten Satzes in den Doppel-Konkurrenzen nicht allerorts mit Begeisterung aufgenommen. Mittlerweile haben sich die Spieler daran gewöhnt. Auch an den Umstand, dass bei Grand-Slam-Turnieren der Entscheidungssatz nach wie vor ausgespielt wird. Und es ist davon auszugehen, dass Andrea Gaudenzi an den vier Majors nicht rütteln wird. Zumal diese ja auch in die Zuständigkeit der ITF fallen.

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07.11.2019, 13:45 Uhr
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