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Neuer Zuschauerrekord bei den Erste Bank Open in Wien

Turnierdirektor Herwig Straka hat am Sonntag einen neuen Zuschauerrekord bei den Erste Bank Open in Wien vermeldet.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 30.10.2022, 17:26 Uhr

Herwig Straka zog ein äußerst positives Fazit
© GEPA pictures
Herwig Straka zog ein äußerst positives Fazit

von Nikolaus Fink aus der Wiener Stadthalle

So gut gelaunt wie an diesem Sonntagmittag sieht man Herwig Straka nur selten. "Ich bin nie zufrieden. Aber diesmal bin ich zufrieden", lächelte der so ehrgeizige Turnierdirektor der Erste Bank Open. Kein Wunder, denn in diesem Jahr strömten so viele Zuschauer in die Stadthalle wie noch nie zuvor in der Turniergeschichte. Mehr als 70.000 Leute wohnten dem Event bei, zuzüglich der Heumarkt-Besucher könnte sogar die Schallmauer von 75.000 Zuschauern fallen.

"Vor ein paar Jahren haben wir von solchen Zuschauerzahlen nur träumen können, aber jetzt sind sie Realität", schwärmte Straka. Die bisherige Bestmarke datierte aus dem Jahr 2019, als Straka und sein Team 66.000 Zuschauer begrüßen durften. Dieser Wert wurde drei Jahre später locker geknackt. "Einerseits sind die Leute nach der Corona-Zeit wieder heiß, zu Veranstaltungen zu gehen, andererseits hat sich Tennis in Wien zu einem Anziehungspunkt entwickelt", erklärte Straka.

Thiem verliert im Achtelfinale

Von Mittwoch bis Sonntag war die Stadthalle restlos ausverkauft, an einigen Tagen hätte man sogar bis zu 20.000 Tickets verkaufen können, so Straka. Und das, obwohl Lokalmatador Dominic Thiem bereits im Achtelfinale gegen den späteren Sieger Daniil Medvedev den Kürzeren gezogen hatte.

Nicht von einzelnen Spielern abhängig zu sein, sei immer das Ziel gewesen, erklärte Straka. Spätestens seit diesem Jahr darf dieses Vorhaben als umgesetzt betrachtet werden. "Wir haben sehr viele Tospieler hier. Der Tennissport ist attraktiver geworden, es ist spannender geworden", erläuterte der Steirer.

Alcaraz schlägt in Basel auf

Von Seiten der ATP habe er, Straka, auch in diesem Jahr wieder sehr viel Lob erhalten, die Spieler würden sich in Wien ohnehin äußerst wohlfühlen. Nicht umsonst wurden die Erste Bank Open als bestes ATP-500-Turnier der vergangenen Saison ausgezeichnet. Beim Weltranglistenersten Carlos Alcaraz hinterließ dies offenbar nicht genügend Eindruck, der Spanier schlug beim Parallelturnier in Basel auf. Mit dem finanziellen Angebot der Schweizer, so Straka, habe er einfach nicht mithalten können. Da der Vertrag des Youngsters in Basel nur ein Jahr läuft, könnte dieser aber schon 2023 wieder in Wien aufschlagen.

Klar ist, dass die Erste Bank Open auch im kommenden Jahr wieder in der Stadthalle stattfinden werden. Ab 2028 könnte das Turnier dann jedoch in die geplante Eventhalle nach St. Marx (dritter Bezirk) übersiedeln. "Schweren Herzens", so Straka, stünde nach der Fertigstellung wohl der Umzug bevor. Es wäre ein weiteres Argument für den Erhalt einer 1000er-Lizenz. Denn trotz der fast schon aussichtslosen Lage träume man nach wie vor von dieser, meinte Straka.

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zuletzt bearbeitet: 30.10.2022, 17:26 Uhr

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