Neuerlicher Ansturm auf das Generali Race to Kitzbühel in Wien

Knapp 350 Nennungen konnte allein der UTC La Ville-Turnier-Doppelpack im Rahmen der heurigen Generali Race to Kitzbühel Qualifikation verzeichnen. Ein außergewöhnliches Ergebnis angesichts aktuell stattfindender Mannschaftsmeisterschaft in Österreich.

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 24.05.2023, 16:15 Uhr

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145 Hobbysportler(innen) aus 16 Nationen auf Punktejagd in Wien

145 Damen und Herren aus 16 verschiedenen Nationen, darunter so klassische Tennisländer wie Deutschland, England, Italien, Spanien, Schweiz und Australien, oder auch exotische Tennis-Destinationen wie Kirgisistan, Libyen, Afghanistan oder Philippinen erfreuten sich an genialen Rahmenbedingungen für ein großes Tennis-Spektakel am Altmannsdorfer Ast im Süden Wiens. Die Generali Race Starter(innen) der dritten Station der Kitzbühel-Quali in der Ost-Region frönten ihrem liebsten Hobby auf exzellent präparierten Tennis-Courts, die trotz der Wetterkapriolen der vergangenen Tage und Wochen mit ungewohnt großen Regenmengen "brettl-eben" für außergewöhnlich hohe Spielfreude sorgten. Dazu zog ausgerechnet zum vierten Generali Race to Kitzbühel Saisonturnier der Frühsommer mit Sonne satt und Temperaturen jenseits der 25 Grad Marke in die Bundeshauptstadt, und mit ihm wie erwähnt 145 motivierte Hobby-Tennisspieler(innen) aus sieben verschiedenen Bundesländern.

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Stejpan Glavas von Hauptsponsor Generali überreicht Kristall

Nur einmal in den fünf organisatorisch umfangreichen und für die Aktiven doch recht intensiven Tennistagen, kam seitens der Spieler(innen) ein klein wenig Zittern auf. Als nämlich just am Finaltag eine angekündigte Gewitterfront pünktlich zum Spielbeginn den Süden Wiens und damit das Union Tennis Center La Ville erreichte, drohte dem Top-Event am Lance Lumsden Platz auf der Zielgeraden ein unrühmliches Ende mit Verschiebungen oder gar einer Absage. Doch selten wird bei Hobbytennisturnieren im UTC La Ville so hieß gegessen, wie gekocht wird. Der erste Satz im Regen auf ausgezeichhneten Plätzen gespielt, hatten alle Beteiligten am Ende auch das Glück der Tüchtigen. Der Regen verzog sich, Ende gut, Alle gut! Und spätestens als Stjepan Glavas von Hauptsponsor Generali die Sieger am Centercourt beglückwünschte und die begehrten Kristall-Trophäen an strahlende Gesichter überreichte, war das dritte Qualiturnier der Ost-Region zum Generali Race to Kitzbühel 2023 in trockenen Tüchern und zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen.

Stejpan Glavas von Hauptsponsor Generali überreicht Kristall
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Stejpan Glavas von Hauptsponsor Generali überreicht Kristall

Fabian Röhsner und Felix Maierhofer schnürren Titel-Doppelpack

Sportlich hatte die Veranstaltung im UTC La Ville gleich drei "Doppelpacker" zu bieten, die mit ihrem zweiten La Ville Erfolg binnen fünf Wochen wohl schon ihre sommerlichen Reisepläne wälzen und seit heute auch auf Hotelsuche für Anfang August in der Gamsstadt gehen können. Der erste dieses erfolgsverwöhnten Trios hört auf den Namen Felix Maierhofer, ist 20 Jahre jung und beim Altmannsdorfer TC engagiert. Der junge Wiener hatte zwar in allen seinen Matches des ITN 4,0-Bewerbs über die volle Distanz und je einen nervenaufreibenden Match-Tiebreak zu gehen, nach seinem 6:2, 4:6, 10:2 Finalsieg über Simon Taborsky und nunmehr zwei Titeln steht seiner Kitzbühel-Reise im Sommer wohl nichts mehr im Wege. Mit dem finalen Tiebreak-Shootout in den Tiroler Bergen um die stattliche Summe von 10.000 Euro kann sich langsam aber sicher auch Fabian Röhsner vom Mauerbacher TC befassen.

Der sympathische und introvertiert wirkende 24jährige hatte auch dem Weg zu seinem La-Ville-Double allerdings speziell in der Anfangsphase das nötige Glück auf seiner Seite. Beginnend eigentlich schon bei der Auslosung, denn Röhsner hatte wohl den Nennschluss verschlafen, und um acht Minuten nach der offiziellen Sign In Frist höflich um eine mögliche Teilnahme angefragt. Zum Auftakt musste die Nummer 2 des ITN 5er-Turniers dann gegen den starken Youngster Nino Svoboda in den kribbeligen Match-Tiebreaker, ehe sein Siegeszug unaufhaltsam Richtung Titel Fahrt aufnahm. Im Endspiel gegen CTP Pötzleinsdorf Jungstar Frederik Scheer egalisierte Röhsner dann vor den Augen seines Fan-Clubs auch noch einen 2:5 Fehlstart, und brauste mit 11 in Serie gewonnenen Games dem Turniersieg entgegen. Mit dem 7:5, 6:0 Erfolg im Endspiel ist Röhsner auf Generali Race to Kitzbühel Ebene damit zudem bereits seit neun Matches ungeschlagen.

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Tobias Roth avanciert zum großen Abräumer des Wochenendes

Der dritte Doppel-Packer des Wochenendes heißt Stefan Timofeev, der den ITN 8,0 Bewerb in eindrucksvoller Manier für sich entschied, und nach 10 Siegen en suite und 20 Punkten im Race so gut wie fix das 10000 Euro Shootout-Spektakel im Tiebreak-Modus in Kitzbühel in Angriff nehmen wird. Nur im Semifinale gegen den topgesetzten Debütanten Rene Pöllmann musste "Stef" zittern. Im Endspiel und der mit Spannung erwarteten Neuauflage des Semifinal-Hits vom ersten La-Ville-Quali-Turnier vor 5 Wochen blieb Timofeev gegen ITN 8-Race Leader Remo Wagner souverän und mit 6:2, 6:2 auch ganz klar erfolgreich. Bei den 3er-ITNs sorgte Marlon Warmuth mit einem 6:1, 6:2 Finalerfolg über den Kärntner Lukas Planteu für einen zweiten Altmannsdorfer Weekend-Titel und den vierten Turniersieg für die Bundeshauptstädter in der Heimat. Bei 6 Bewerben müssen folglich zwei Titel in die Bundesländer gegangen sein, und das sind sie auch! Christoph Riepl vom USV Pattigham Pramet entführte im 6er-Bewerb Kristall nach Oberösterreich, und jubelte mit einem 3:6, 6:3, 10:5 Finalsieg über Manuel Prem über seinen allerersten Karriere-Titel. Der ganz große Abräumer des Wochenendes kommt aber aus Niederösterreich und heißt Tobias Roth. Der 13jährige gab auf dem Weg zum Titel im ITN 7,0 Bewerb in fünf Matches nur 15 Games ab, und zockte obendrein im Show-Event "Tiebreakshootout mit Handicap-System die Konkurrenz im Kampf um einen Jahresbedarf an Tennisbällen ab

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Am anstehenden Pfingst-Wochenende geht es in Linz-Auhof weiter

Übrigens: Für alle Hobby-Tennisspieler(innen) die jetzt auf den Geschmack gekommen sind, oder die bislang noch nicht die gewünschten und erhofften Erfolge für eine Kitzbühel-Quali einfahren konnten, gibt es hier den Hinweis auf die nächsten Turniere: In der Ost-Region geht es im Juni in der Südstadt und in Baden bereits ins "Finale", während bereits am kommenden verlängerten Pfingst-Wochenende in Linz-Auhof die zweite Station der Region Mitte im Generali Race to Kitzbühel 2023 auf dem Programm steht. Anmeldungen für die oberösterreichische Landeshauptstadt sind noch bis Donnerstag möglich.

von Claus Lippert

Mittwoch
24.05.2023, 16:15 Uhr
zuletzt bearbeitet: 24.05.2023, 16:15 Uhr