Novak Djokovic: "Nach meiner Niederlage gegen Melzer habe ich unkontrollierbar geweint"

Novak Djokovic hat einige Worte über die schwierigste Niederlage seiner Karriere verloren - die Fünfsatzniederlage gegen Jürgen Melzer 2010. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 07.03.2021, 09:02 Uhr

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Ein Stück Tennisgeschichte: Jürgen Melzer schlägt Novak Djokovic 2010
Ein Stück Tennisgeschichte: Jürgen Melzer schlägt Novak Djokovic 2010

Der Name Jürgen Melzer spielte in der Vergangenheit im internationalen Tennis vor allem in zweierlei Hinsicht eine entscheidende Rolle. Zum einen sind es natürlich die hervorragenden Leistungen im Doppel, welche der Deutsch-Wagramer zuletzt auf den Platz brachte, seit er sich primär auf den Paarlauf konzentriert hat. Zum anderen in Momenten wie dem French-Open-Halbfinale von Novak Djokovic und Stefanos Tsitsipas im Vorjahr, wenn letzterer nach 0:2-Satzrückstand einen fünften Satz erzwingt. 

Es ist nämlich in diesen Momenten an der Zeit, zu vermerken, dass es bislang auf Grand-Slam-Niveau nur einen Spieler gegeben hat, der einen solchen Rückstand in einen Sieg verwandeln konnte. Und dieser Mann trägt nun einmal den Namen Jürgen Melzer. Der Österreicher besiegte 2010 Novak Djokovic in fünf umkämpften Sätzen - und spielte sich damit ins Halbfinale von Roland Garros. 

Eine Niederlage, die Djokovic unterdessen mächtig zu schaffen machte, wie dieser nun erneut betonte: "Nach der Niederlage gegen Melzer in Roland Garros 2010 habe ich im Zimmer meines Trainers Marian Vajda unkontrollierbar geweint. Es war das erste Mal, dass ich einen großen Drang verspürte, das Tennis zu verlassen. Ich hatte das Gefühl, dass meine Welt und meine Träume auseinanderfallen, was nicht gut genug war, um die Ziele zu erreichen, die ich mir gesetzt hatte. Ich bin gegen eine Wand gefahren, ich war mental an einem sehr verkorksten Ort." 

Djokovic: "War ein Schlüsselmoment"

Ein verkorkster Ort, aus dem der Serbe dann aber stärker zurückkehren sollte. Erst kürzlich bei den Australian Open erhöhte der Weltranglistenerste sein Grand-Slam-Titelkonto auf 18. "Sowohl Vajda als auch Miljan ließen mich dort weinen und dafür bin ich ihnen sehr dankbar. Das war ein Schlüsselmoment. Das Narrativ in der Welt des Sports ist, dass ein Trainer jemand sehr Starkes sein muss, der in der Lage ist, dich hochzuheben, der dir zeigt, dass du stärker bist. was du denkst, wenn du dich schwach fühlst", so der Branchenprimus. 

"Für mich sind die besten Trainer diejenigen, die als Freunde und Menschen da sind, Trainer, die deine Schulter sind, an der du dich ausweinen kannst, Menschen, die dich verstehen und die dich ausreden lassen, wenn du das gerade brauchst." Dementsprechend eng ist auch heute noch die Zusammenarbeit mit Marian Vajda, der beim Grand Slam in Down Under wohl auch kurz an das Match gegen Jürgen Melzer zurückdachte, der - nachdem auch Taylor Fritz die 0:2-Aufholjagd im fünften Satz nicht perfekt machen konnte - weiterhin der einzige Spieler bleibt, dem gegen Novak Djokovic eben ein solches Comeback gelungen war. 

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