Novak Djokovic: Noch immer auf der Jagd
Novak Djokovic glaubt mit 38 Jahren noch immer an seinen 25. Grand-Slam-Titel. Ist das realistisch?
von SID
zuletzt bearbeitet:
17.01.2026, 14:12 Uhr

Novak Djokovic lächelte grimmig. Die Beine? Nicht mehr ganz frisch. Die Rivalen? Schier übermächtig. Die Form? Kaum seriös zu bewerten. Und doch ließ der Tennisstar vor dem Auftakt der Australian Open keinen Zweifel aufkommen: Auch mit 38 Jahren fühlt er sich noch immer bereit für den historischen 25. Grand-Slam-Titel.
"Wenn ich gesund bin und alle Puzzleteile zusammenpassen, kann ich jeden schlagen", sagte Djokovic vor seinem Erstrundenduell gegen den Spanier Pedro Martínez am Montag. Sollte der Serbe im Anschluss tatsächlich noch sechs weitere Spiele für sich entscheiden, wäre er nicht nur der geschlechterübergreifend alleinige Rekordhalter in Sachen Major-Siege, nein, Djokovic wäre dann auch der älteste Grand-Slam-Sieger der Geschichte.
Aber hat der alternde Superstar, der im vergangenen Jahr bei allen vier Slams im Halbfinale ausschied und in Melbourne mit zehn Titeln Rekordsieger ist, dazu wirklich eine Chance? Dahinter steht ein dickes Fragezeichen. Nicht zuletzt, weil Djokovic aus körperlichen Gründen kein einziges Vorbereitungsturnier vor den Australian Open absolviert hat.
Djokovic: "Sinner und Alcaraz auf anderem Level"
Dass er in Zeiten der Dominanz von Carlos Alcaraz und Jannik Sinner ein klarer Außenseiter ist, ist ihm bewusst. "Sinner und Alcaraz spielen gerade auf einem anderen Level", erklärte Djokovic - aber: "Das heißt nicht, dass niemand sonst eine Chance hat."
Es gelte ob seiner fehlenden Matchpraxis eben, "jedes Match wie ein Finale zu behandeln", erläuterte Djokovic. Und Energie aufzubauen für die späteren Runden.
"Ich möchte die Chance haben, gegen die Besten zu spielen", sagte Djokovic. Und sie am liebsten noch ein letztes Mal zu bezwingen. An ein Karriereende jedenfalls, an ein Ende der Jagd auf die "magische 25", das stellte der Serbe am Samstag klar, verschwendet er (noch) keinen Gedanken.
