Novak Djokovic über Federer-Abschied: "Einer der schönsten Momente"

Novak Djokovic hat sich am Rande des Laver Cups zum emotionalen Abschied von Roger Federer geäußert - und persönliche Rücktrittsgedanken entschlossen vom Tisch gewischt. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 26.09.2022, 13:37 Uhr

Novak Djokovic zeigte sich vom Abschied von Roger Federer tief berührt
Novak Djokovic zeigte sich vom Abschied von Roger Federer tief berührt

Novak Djokovic hat beim Laver Cup eindrucksvoll unterstrichen, dass eine mehr als zweimonatige Wettkampfpause für ihn kein Grund für große Startschwierigkeiten bedeutet. Der Serbe zeigte sowohl im Einzel gegen Frances Tiafoe als auch im Paarlauf an der Seite von Matteo Berrettini bereits am Samstag blendende Leistungen und stellte damit entschlossen seinen Führungsanspruch für den Rest der Saison 2022. Sofern das Handgelenk natürlich hält, das den "Djoker" am Sonntag gegen Felix Auger-Aliassime doch einigermaßen zu beeinträchtigen schien. 

Im Saisonfinish wird es den Mann aus Belgrad zunächst nach Tel Aviv führen, wo der 35-Jährige das Feld beim ATP-250-Event anführen wird. Danach stehen mit dem ATP-Masters-1000-Event von Paris und den ATP-Finals zumindest noch zwei große Saisonhighlights an. Und auch in Zukunft möchte der 21-fache Major-Sieger noch für viele Highlights sorgen. 

Djokovic noch lange nicht fertig

"Ich fühle mich noch nicht so alt für meine Tenniskarriere, ganz ehrlich. Fühle mich nicht wie am Ende meiner Karriere. Ich denke, dass mein Körper immer noch in Ordnung ist", erklärte Djokovic beim Laver Cup. "Es ist wichtig, auf seinen Körper zu hören, wenn man 35 Jahre alt oder älter ist. Die Dinge sind anders, als wenn man 25 ist, der Körper reagiert anders, die Wochen im Kalender sind deutlicher spürbar, deshalb passe ich meinen Zeitplan so gut wie möglich an."

Sein Ziel sei es, bei den großen Turnieren an seinem Leistungsmaximum zu sein - eine Fähigkeit, die der Serbe so perfektioniert hat wie kaum ein Spieler vor oder nach ihm. "Die großen Turniere sind es, die mich motivieren und anspornen, mein bestes Tennis abzuliefern. Ich möchte wirklich weitermachen. Ich sehe das Ende meiner Karriere nicht am Horizont, obwohl ich auch nicht sagen kann, wie viele Jahre mir noch bleiben."

Djokovic von Federer-Abschied berührt

Dass aber jede Laufbahn ein Ablaufdatum hat, das hat der Serbe am Freitag hautnah miterleben können, als Roger Federer seinen großen, hoch emotionalen Abschied vom Tennissport feierte: "Es war sicher einer der schönsten Momente, die ich je erlebt habe. Was mich am emotionalsten gemacht hat, war, als seine Kinder auf den Platz gekommen sind und ich ihre Tränen gesehen habe", sagte Djokovic. 

Damit sind von den "Big Three", die den Tennissport über die letzten Jahre so dominiert haben wie keine Gruppe an Spielern in den Generationen zuvor, nur noch zwei Vertreter übrig: Novak Djokovic und Rafael Nadal. Letzterer führt in Sachen Grand-Slam-Titel hauchzart vor seinem Kontrahenten aus Serbien. Geht es nach diesem, so kann diese Rivalität aber noch einige Jahre weitergehen. 

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von Michael Rothschädl

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zuletzt bearbeitet: 26.09.2022, 13:37 Uhr

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