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Novak Djokovic über US Open und Australian Open: "Will überall hin, wo ich spielen kann"

Novak Djokovic (ATP-Nr. 7) will gerne an den US Open 2022 und Australian Open 2023 teilnehmen - eine "australische Saga" wie in diesem Jahr will er aber vermeiden.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 15.07.2022, 07:28 Uhr

Novak Djokovic hat einen turbulenten Jahresstart hinter sich
© Getty Images
Novak Djokovic

Es ist gut möglich, dass der Wimbledontitel 2022 der letzte ganz große Titel in diesem Jahr für Novak Djokovic war. Denn Stand jetzt dürfte Djokovic als Ungeimpfter nicht in die USA einreisen - auch wenn er sich kürzlich irritiert darüber gezeigt hatte, dass ungeimpfte US-Spieler wie Tennys Sandgren ja auch am Turnier teilnehmen dürften./

Djokovic erklärte, dass er ohne Erlaubnis nicht in die USA fliegen werde. "Die australische Saga war für mich natürlich gar nicht erfreulich", erklärte er im Rahmen einer Einweihung einer Tennisanlage im bosnischen Visoko. Djokovic stellte aber auch ein allgemeines Missverständnis klar: Viele würden glauben, er habe sich seinen Weg nach Australien durchgeboxt, ohne die nötigen Papiere oder eine Ausnahmeregelung. "Das ist nicht wahr. Das wurde auch beim Gerichtsverfahren bewiesen. Ich würde nie in ein Land ohne Erlaubnis einreisen."

Novak Djokovic: "Respektiere alles und jeden"

Djokovic Australiendrama war vor allem darin begründet, dass der Bundesstaat Victoria und Tennis Australia ihm zwar aufgrund einer erst kürzlich durchgemachten Coronainfektion eine Ausnahmegenehmigung erteilt hatten, Djokovic damit aber nicht in Australien generell einreisen durfte. Aufgrund eines Verfahrensfehlers beim Einreisevorgang aber kam es zum Gerichtsstreit, den Djokovic zunächst gewann. Aufgrund des öffentlichen Interesses wurde Djokovic die Einreise dann aber dennoch verweigert.

"Ich liebe Australien, habe dort meine besten Grand-Slam-Ergebnisse erreicht. Ich hoffe, dass ich dort sein darf." Das gelte auch für New York. "Ich will überall hin, wo ich Tennis spielen darf. Ich ein Tennisprofi."

Aber, so der 21-fache Majorsieger: "Ich habe meine Standpunkt und bin ein Befürworter, dass man sich aussuchen kann, was das Beste für einen ist", spielte er auf seine Impfablehnung an. "Ich respektiere alles und jeden. Und ich erwarte zumindest, dass die Leute meine Entscheidung respektieren. Wenn ich eine Erlaubnis habe, werde ich dort sein. Wenn ich keine habe, dann nicht. Dann ist es auch nicht das Ende der Welt."

Wie sehr ihn das Australien-Drama belastet hat, war auch in Wimbledon noch spürbar, als Djokovic nach dem Sieg sehr emotional wirkte. "Ich bemühe mich immer, Dinge zu tun, die mich ruhig und mental ausgeglichen machen", sagte er im Nachklapp. "Aber ich bin schließlich auch nur ein Mensch." Und die Nachwirkungen aus den Melbourne-Geschehnissen seien ihm nahegegangen. Diese "emotionale Last" aber trage er nun seit einiger Zeit nicht mehr mit sich herum. "Erst recht nicht mit diesem Sieg. Ich fühle mich erleichtert."

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von Florian Goosmann

Freitag
15.07.2022, 13:07 Uhr
zuletzt bearbeitet: 15.07.2022, 07:28 Uhr