Nur zwei Matches - reicht das Alexander Zverev für Melbourne?
Alexander Zverev wird beim United Cup wohl weniger Matchpraxis als erhofft bekommen haben.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
06.01.2026, 19:59 Uhr

Im Sport ist vieles möglich, manchmal passieren sogar Wunder. Und so kann es natürlich sein, dass Polen mit Iga Swiatek und Hubert Hurkacz morgen in Sydney keinen einzigen Satz gegen die Auswahl der Niederlande gewinnt. Sollte das aber nicht der Fall sein, dann wird Polen in das Viertelfinale des United Cup 2026 einziehen. Und eben nicht Deutschland, das sich dann nach zwei Partien verabschieden muss.
Und dann stellt sich natürlich die Frage: Reicht das Alexander Zverev schon, um sich nach eigenem Gefühl gut vorbereitet zu den Australian Open aufzumachen? Zverev meinte ja, dass er ein paar Partien brauche, um ins Rollen zu kommen. Jetzt ist es ein Paar geworden: Ein letztlich ungefährdeter Sieg gegen Tallon Griekspoor, dem eine frustrierende Niederlage gegen Hubert Hurkacz folgte. Frustrierend vor allem deshalb, weil Hurkacz ja seit Juni nicht mehr auf der ATP-Tour aufschlagen konnte. Und dann das Treffen mit Zverev mit seinem Service dominierte, wie man es sonst in der Regel von der deutschen Nummer eins gewohnt ist.
Sinner und Alcaraz ohne Turniermatch nach Melbourne
Nun wird Alexander Zverev wohl nicht kurzfristig noch nach Auckland fliegen oder in Adelaide starten, Matchpraxis hin oder her. Und die Routine, die der bald 29-Jährige nach mehr als einem Dutzend Jahren im Profizirkus mitbringt, belässt Zverev natürlich weiterhin im erweiterten Favoritenkreis für das erste Major des Jahres.
Zumal ja auch Jannik Sinner und Carlos Alcaraz, die beiden großen Favoriten, wie schon in der Vergangenheit auf einen Start bei einem Turnier verzichtet haben. Die beiden werden sich auf dem Weg nach Melbourne bei einem Schaukampf messen. Und darauf vertrauen, dass sie sich in den frühen Runden der Australian Open in jene Form bringen, die dann auch titelwürdig ist.
Was ja auch für Novak Djokovic gilt, der sich als körperlich nicht bereit für einen Start in Adelaide eingeschätzt hat. Da ist Alexander Zverev mit seinen mutmaßlich nur zwei Matches in Sydney ja noch richtig gut bedient.
