Oliver Marach verpasst mit Partner Mate Pavic das Achtelfinale
Die topgesetzten Titelverteidiger unterlagen Maximo Gonzalez/Nicolas Jarry (Argentinien/Chile) in der zweiten Runde der Australian Open mit 4:6, 4:6.
von Ulrike Weinrich aus Melbourne
zuletzt bearbeitet:
18.01.2019, 09:49 Uhr

Nach 1:13 Stunden verwandelte Jarry auf Court 13 den vierten Matchball und besiegelte das frühe Aus der Favoriten, die vor zwölf Monaten im Melbourne Park ihren ersten und bislang einzigen Major-Titel geholt hatten.
"Das war ein grauer Tag für uns. Wir sind jetzt die Gejagten, ich spüre den Druck", sagte Marach, dem vor allen Dingen am Netz viele Fehler unterliefen. Ebenso wie Pavic hat auch der 38-Jährige Probleme bei Flutlichtspielen.
Im Gegensatz zu 2018 waren Marach/Pavic zum ersten Grand-Slam-Event nicht so selbstbewusst angereist wie noch im vergangenen Jahr. Damals hatten der Grazer und der Kroate aus Split bereits die Turniersiege in Doha und Auckland eingefahren - und hatten erst im Februar 2018 im Finale von Rotterdam ihre erste Saisonniederlage kassiert.
Andere Voraussetzungen herrschten diesmal: Nach dem Erstrunden-Aus in Doha reichte es für die Beiden immerhin zur Halbfinal-Teilnahme in Auckland.
Frühe Aufschlagverluste brachten die Entscheidung
Ins Duell mit Gonzalez/Jarry starteten die Titelverteidiger denkbar schlecht. Marach gab sein Service zu Null ab, nachdem ihm gleich zwei Doppelfehler unterlaufen waren.
Das Break konnten der Österreicher und der Kroate im Auftaktdurchgang nicht mehr aufholen. Nach 39 Minuten besiegelte Gonzalez mit einem Volley den Gewinn des ersten Satzes.
Das gleiche Bild in Durchgang zwei. Diesmal verlor Pavic seinen Aufschlag. Jarry, der 1,98-m-Riese, der in der Einzel-Weltrangliste an Position 45 notiert ist, ließ sich die Chance nicht entgehen und nutzte den vierten Matchball mit einem Aufschlagwinner.
Marach und Pavic haben seit dem Turnier im Juli 2018 in Washington keinen Coach mehr, dies soll nun wieder anders werden. "Wir brauchen dringend einen Trainer", meinte der Österreicher: "Die Gegner kennen uns jetzt, das macht es für uns schwieriger."
Im Davis-Cup-Duell gegen Chile am 1./2. Februar in Salzburg wird Marach spielen - und dabei wohl auch wieder auf Jarry treffen, der sein Land als Nummer eins anführt.
