Porsche Tennis Grand Prix: Mirra Andreeva furchtlos zu Sieg über Swiatek
Mirra Andreeva (WTA-Nr. 9) hat beim Porsche Tennis Grand Prix für eine Überraschung gesorgt: Die 18-Jährige schlug die zweifache Titelträgerin Iga Swiatek mit 3:6, 6:4 und 6:3.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
17.04.2026, 20:06 Uhr

Mirra Andreeva steht damit erstmals im Halbfinale des Porsche Tennis Grand Prix. Und das nach einer eindrucksvollen Vorstellung gegen die Weltranglisten-Vierte aus Polen.
Andreeva führte dabei schon im ersten Satz früh mit 2:0, Swiatek aber steigerte sich und holte sich die Satzführung. Im zweiten Durchgang war es wieder Andreeva, die mit 3:1 vorne lag, aber den Ausgleich hinnehmen musste. Dann zog sie erneut davon. Im dritten Satz sah es dann nach einem Comeback der Favoritin aus, Swiatek führte mit 2:0, dann machte Andreeva fünf Spiele in Folge. Beeindruckend: Beim 5:3 servierte sie nervenstark und offensiv orientiert aus, zum Einzug ins Halbfinale.
Ohnehin ist der Weg von Andreeva faszinierend. Mit 18 Jahren ist sie mittlerweile fester Bestandteil der Top 10, ihr Spiel entwickelt sie stetig weiter. Vor allem ihr jüngster Offensivgeist - bei weiterhin großer Kontrolle - ist beeindruckend.
Andreeva: “Wollte ohne Angst spielen”
“Ich bin in dieses Match schon mit einigem Selbstvertrauen gegangen”, so Andreeva, die auch mit dem Rückenwind vom Sieg in Linz in der vergangenen Woche nach Stuttgart anreiste. “Ich habe einfach versucht, ohne Angst zu spielen.” Nur auf Fehler hoffen - das ginge gegen jemanden wie Swiatek nicht.
Iga Swiatek, die vierfache French-Open- und zweifache Siegerin beim Porsche Tennis Grand Prix (2022, 2023), ist damit ausgeschieden - und kommt in dieser Saison nach wie vor nicht recht in Schwung. Zuletzt hatte Swiatek sich von ihrem Coach Wim Fissette getrennt und Francisco Roig angeheuert - inklusive ein paar Trainingstagen in der Rafa Nadal Academy mit Anweisungen vom Sandplatzchef persönlich.
