Porsche Tennis Grand Prix: Elena Rybakina holt zweiten Titel in Stuttgart
Elena Rybakina hat zum zweiten Mal den Porsche Tennis Grand Prix gewonnen. Die Weltranglisten-Zweite schlug Karolina Muchova mit 7:5, 6:1.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
19.04.2026, 14:52 Uhr

Wenn Elena Rybakina Tennis spielt, hat sie meist selbst in der Hand, wie es läuft.
Im Finale des Porsche Tennis Grand Prix konnte sich davon Karolina Muchova überzeugen. Rybakina, die bereits 2024 in Stuttgart triumphiert hatte, startete mit dem direkten Break, eine kleine Schwächephase brachte die Tschechin zurück ins Match. Beim 4:5 überstand sie noch mal ein 0:30, beim 5:6 dann schlug Rybakina zu. Der zweite Satz lief schnell in eine Richtung. Immerhin mit einem Ehrenspiel für die Weltranglisten-Zwölfte, die am Ende auch etwas entkräftet wirkte. Am Samstagnachmittag hatte sie in einem begeisternden Dreisatz-Match gegen Elina Svitolina gewonnen.
Beeindruckend aber immer wieder, mit welcher Ruhe Rybakina agiert, ohne Hektik und unnötige Schnörkeleien und mit ihrem stabilen Tempo, bei gleichsam guter Länge. Muchova, die French-Open-Finalistin 2023 und variablere Akteurin der beiden, konnte sie ärgern - ja. Aber am Ende hatte Rybakina das Match durchweg im Schläger. Gleich ihren ersten Matchball verwandelte sie standesgemäß mit einem Service-Winner.
Rybakina kommt der Nummer 1 langsam näher
Rybakina pirscht sich damit auch weiter in Richtung Weltranglistenspitze. Am Montag wird sie bei 8.325 Punkten stehen, allerdings immer noch mit rund 2.500 Zählern Rückstand auf Aryna Sabalenka.
“Ich genieße diese Zeit hier wirklich”, sagte Rybakina in Richtung der Turnierverantwortlichen und Zuschauer. “Es fühlt sie an wie ein Zuhause. Ich will jedes Jahr wiederkommen.”
“Du wolltest diesen zweiten Porsche wohl wirklich”
Der große Unterschied zu Rybakinas Turniererfolg in 2024: Ihren Sieger-Porsche, einen Porsche 911 Carrera S Cabriolet in Cartagenagelbmetallic, darf sie diesmal direkt fahren. Mittlerweile nämlich hat sie ihren Führerschein abgelegt, übrigens in einem Porsche - um in ihrem Gewinnerauto aus 2024 ohne allzu große Umstellung über die Straßen dieser Welt zu brausen. Nun hat sie die Qual der Wahl.
“Ich habe versucht, dich aufzuhalten. Aber du wolltest diesen zweiten Porsche wohl wirklich”, stellte auch Muchova bei der Siegerehrung fest.
