Rafael Jodar – das „Rafa-Single-Box-Projekt“ von Madrid
In seiner Heimatstadt Madrid triumphierte Rafael Jodar im hochklassigen Teenager-Duell gegen den Brasilianer Joao Fonseca und fixierte damit bei seinem dritten Start erstmals den Einzug ins Achtelfinale auf 1000er-Ebene. Unterstützt wurde er in der Box dabei lediglich von einer Person – seinem Dad.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
27.04.2026, 10:53 Uhr

Tradition spielt in der Familie von Rafael Jodar eine große Rolle. So war der Vorname für den aktuellen Shooting-Star auf der ATP-Tour alles andere als zufällig gewählt. Bereits seinem Vater, Großvater und Ur-Großvater wurde dieser bei der Geburt in die Urkunde eingetragen.
Auch in Sachen Coaching bleibt bei dem 19-Jährigen weiterhin alles in der Familie. Schon von Kindesbeinen an glaubte sein Vater an das große Potenzial seines Sohnes und nahm von Beginn an, obwohl er selbst nie als Profispieler auf der Tour war, exklusiv die sportlichen Geschicke des aktuellen Weltranglisten-42. in die Hand.
Einzig der Lockruf, seinen Sohnemann neben der Karriere auch akademisch abzusichern, entließ den fürsorglichen Vater temporär aus der täglichen Trainingsarbeit, indem er den Gang des 191cm großen Schlakses an die University of Virginia wählte, um diesen dort beim College-Tennis reifen zu lassen. Nachdem der Weg aber „nebenzu“ bereits gegen Ende der vergangenen Saison auf Position 168 in der Weltrangliste führte und er bei den Next Gen ATP Finals mit zwei Siegen in der Vorrunde begeisterte, unter anderem gegen den späteren Sieger Learner Tien aus den USA, beendete er zu Beginn des Jahres das zweijährige Intermezzo in den USA und setzt seinen Sprung in die absolute Weltspitze mit der altbekannten Struktur fort.
Und so setzte der junge Madrilene auch in seinem Match gegen den brasilianischen Youngster-Kollegen Joao Fonseca auf die gewohnte Unterstützung in seiner Spielerbox - lediglich mit Rafael Senior in der Doppelrolle als Coach und Vater. Nächste Beweisprobe für das familiäre Duo – das Achtelfinale gegen den Tschechen Vit Kopriva.
Hier das Einzel-Tableau aus Madrid
