Rafael Nadal - Auch auf Hartplatz ein ganz Großer

Erstmals in seiner Karriere konnte Rafael Nadal beim Rogers Cup einen Titel auf Hartplatz verteidigen. Doch nicht nur deswegen zählt der Spanier auch auf diesem Belag zu den Allerbesten.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 13.08.2019, 13:58 Uhr

Rafael Nadal in Montreal
© Getty Images
Rafael Nadal

Rafael Nadal und Sand - das passt wie die Faust aufs Auge. Seit mittlerweile über einem Jahrzehnt dominiert der Mallorquiner auf den Ascheplätzen dieser Welt und konnte sich somit unter anderem bereits unfassbare zwölf Mal zum Sieger im Stade Roland Garros krönen.

Doch der 33-Jährige kann es auch auf Hartplatz. Das stellte er beim ATP-Masters-1000-Turnier in Montreal wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis. Zum insgesamt bereits fünften Mal trug der Spanier beim jährlich zwischen Montreal und Toronto wechselnden Rogers Cup den Sieg davon und bewies abermals, dass er es nicht nur auf seinen so geliebten Sandplätzen kann.

Nadal stellt neue Rekorde auf

Dank des Triumphs in Kanada hat Nadal bei den drei größten nordamerikanischen Hartplatz-Events (Rogers Cup, Cincinnati, US Open) in seiner Laufbahn mehr Turniersiege eingefahren als beispielsweise Novak Djokovic. Der Serbe, der als einer der besten Hardcourt-Spieler der Geschichte gilt, konnte bei den drei angeführten Veranstaltungen bislang acht Turniersiege einfahren - einen weniger als Nadal.

Zudem krönte sich der Weltranglistenzweite mit dem Sieg in Montreal zum einzigen Spieler der Geschichte, der sowohl auf Sand als auch auf Hartplatz mindestens zehn Masters-1000-Turniere für sich entscheiden konnte. Darüber hinaus avancierte Nadal zum ersten Profi, der fünf oder mehr Titel bei einem einzigen Event auf Asche (Monte Carlo, Barcelona, Rom, French Open) und Hardcourt (Rogers Cup) gewann.

Des Weiteren wurde der 18-fache Grand-Slam-Sieger der zweite Spieler nach Ivan Lendl, der auf Sand und Hartplatz zumindest 20 Titel einheimsen konnte. Ganz nebenbei pulverisierte Nadal mit seiner ersten Hartplatz-Titelverteidigung seinen eigenen Rekord und liegt mit nun insgesamt 35 Erfolgen bei Masters-1000-Veranstaltungen zwei Turniersiege vor Novak Djokovic.

Nadal kann es auch auf schnellem Untergrund

In Montreal widerlegte Nadal zudem die Theorie, dass er nur auf langsamen Plätzen erfolgreich sein könne. Der Centre Court hatte mit einem "Court Pace Index" von 43,6 (mittelschnell) den höchsten Wert aller Masters-1000-Turniere seit dem Event in Shanghai im Jahr 2016. Zum Vergleich: Der Centre Court bei den Australian Open 2017 wies einen Index von 42 auf, in Shanghai lag der Wert im vergangenen Jahr bei 40,2. Der Platz in Montreal war demnach deutlich schneller.

Nach dem Sieg in Kanada lässt Nadal das Turnier in Cincinnati aufgrund von Müdigkeit aus. Der Fokus des 33-Jährigen liegt bereits auf den US Open. In New York will der Mallorquiner wohl erneut unter Beweis stellen, dass er auch auf Hartplatz zu den Allerbesten zählt - im Idealfall mit seinem vierten Titel in Flushing Meadows.

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Dienstag
13.08.2019, 13:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 13.08.2019, 13:58 Uhr

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