Rafael Nadal bezüglich Neustart im Tennis "sehr pessimistisch"

Rafael Nadal hat wenig Hoffnung auf einen Neustart der ATP-Tour. "Ich bin sehr pessimistisch, dass wir unsere normalen Aktivitäten wieder aufnehmen können", sagte der Weltranglistenzweite in einem Chat des spanischen Tennisverbandes RFET. 

von SID/red
zuletzt bearbeitet: 27.04.2020, 16:13 Uhr

Rafael Nadal ist bezüglich eines Neustarts der Tour "pessimisstisch"
Rafael Nadal ist bezüglich eines Neustarts der Tour "pessimisstisch"

"Im Tennis musst du jede Woche reisen, in Hotels wohnen, musst in verschiedene Länder", so Nadal: "Selbst wenn wir ohne Zuschauer spielen, für die Organisation eines Events werden so viele Leute gebraucht. Das darf man nicht ignorieren." Bereits vor einigen Tagen hatte er im Interview mit dem Radiosender COPE gemeint, dass es, bis es ein Heilmittel gibt, "sehr schwierig" sein würde, die Tour wieder aufzunehmen.

"Viele irreparable Verluste"

Der Spanier hofft, dass die Restriktionen nach und nach gelockert werden können. Die Situation sei aber sehr ernst. "Wir hatten harte eineinhalb Monate, mit vielen irreparablen Verlusten. Viele Leute werden ihre Jobs verlieren." Nadals Heimatland ist eines jener Länder, die besonders stark von den Folgen von COVID-19 betroffen sind. Sein langjähriger Trainer, Onkel Toni, sprach unlängst von einer "ungeheuerlichen und unvorstellbaren" Situation. 

Nadal arbeitet zusammen mit dem spanischen Basketballer Pau Gasol, zweimaliger NBA-Champion, an einem Hilfsfonds für den Kampf gegen das Coronavirus. Mit seinen Kontrahenten Roger Federer und Novak Djokovic sammelt er angeblich Geld für in der Weltrangliste niedriger positionierte Spieler, die von den Folgen der Corona-Pandemie besonders betroffen sind. Eine Idee, die bei Dominic Thiem zuletzt für wenig Freude sorgte. Der Weltranglisten-Dritte meinte im Interview mit der Krone, nicht verstehen zu können, wieso er Menschen Geld geben solle, die dem Sport nicht alles unterordnen. 

Dustin Brown kritisiert Aussagen von Dominic Thiem

Eine Aussage, die vielerorts für Kritik sorgte. So auch von Dustin Brown, der auf Twitter auf die Aussage des Österreichers reagierte. "Zu meinen Anfängen 2004 lebte ich in einem Wohnmobil und überlebte von Woche zu Woche mit dem Geld, das ich verdiente. Aus diesem Grund habe ich auch Schläger für andere Spieler für 5€ pro Stück besaitet. Wenn das damals passiert wäre, hätte mich das meine Karriere gekostet!", schrieb Brown auf dem Mikroblogging-Dienst. 

Die Tour ist aktuell offiziell bis 13. Juli unterbrochen - für die SpielerInnen auf den hinteren Plätzen auf der Weltrangliste bedeutet dies ein 100%iger Einkommensverlust, wie Johanna Konta in einem Interview betonte. Und dass eine Wiederaufnahme der Tour im Juli alles andere als in Stein gemeißelt ist, zeigen auch die Einschätzungen des Weltranglisten-Zweiten, Rafael Nadal. 

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von SID/red

Montag
27.04.2020, 18:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 27.04.2020, 16:13 Uhr

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