Rafael Nadal und die Frage nach dem Vermächtnis

Rafael Nadal hat in seiner südamerikanischen Exhibition-Tour mit Casper Ruud einen Stopp in Ecuador eingelegt. Und dort über sein Vermächtnis gesprochen. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 28.11.2022, 19:33 Uhr

Rafael Nadal hat über sein Vermächtnis gesprochen
Rafael Nadal hat über sein Vermächtnis gesprochen

Ohne hier die sportliche Relevanz der gemeinsamen Exhibition-Tour von Rafael Nadal und Casper Ruud vollkommen untergraben zu wollen, aber: Dass der Spanier am Montag seine erste Niederlage gegen den Norweger hat einstecken müssen, wird dieser mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verkraften. Auf der ATP-Tour ist der Mallorquiner natürlich weiterhin ohne Niederlage, ja, gar ohne Satzverlust gegen den Skandinavier, mit dem Nadal ein so gutes Einvernehmen pflegt. 

Die Exhibition-Tour ist Nadal und Ruuds Form, sich bestmöglich für die kommende Spielzeit einzugrooven. Bereits im Januar steht dort mit den Australian Open das erste ganz große Highlight an. Und dort geht es für Nadal erneut darum, seinen Status als Spieler mit den meisten Titelgewinnen auf Grand-Slam-Niveau weiter zu verfestigen. Denn mit Novak Djokovics Einreisebescheinigung nach Down Under wird sich dort schlagkräftige direkte Konkurrenz auftun. 

Nadal sieht gute Weltranglistenposition als schwierig an

Schenkt man den Aussagen Nadals in Ecuador Glauben, so ist die sportliche Rekordjagd jedoch ohnedies zweitrangig für den 36-Jährigen. "Das wichtigste Vermächtnis ist, dass alle Menschen, mit denen ich in diesen 20 Jahren meiner Karriere zusammengelebt habe, eine gute menschliche Erinnerung an mich haben", erklärte Nadal in Ecuador. "Schließlich steht die persönliche Beziehung, die Erziehung, der Respekt und die Zuneigung, mit der man Menschen behandeln kann, über der beruflichen Beziehung, denn sie ist das, was die Zeit übersteht."

Hinzu kommt bei Nadal, dass manche Ziele angesichts der derzeitigen Wettkampfplanung des Spaniers schlichtweg unrealistisch geworden seien: wie etwa der Kampf um eine Topposition in der Weltrangliste. "Es ist schwierig, ein so hohes Niveau zu halten. Ich spiele derzeit nur sehr wenige Turniere, sodass es schwierig ist, eine sehr hohe Platzierung zu halten, weil man bei den Turnieren, an denen man teilnimmt, sehr erfolgreich sein muss", betonte der Spanier, der das Jahr trotz längerer Pausen als Nummer zwei der Welt beenden konnte. 

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