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Rafael Nadal vor French-Open-Finale: "Ist mir egal, ich werde gewinnen"

Carlos Moya, langjähriger Coach von Rafael Nadal, hat gegenüber Sportskeeda ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert. Und zwar von den Minuten vor dem Endspiel der diesjährigen French Open. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 29.12.2020, 10:27 Uhr

Carlos Moya erzählt eine kleine Anekdote von den Minuten vor dem French-Open-Finale 2020
Carlos Moya erzählt eine kleine Anekdote von den Minuten vor dem French-Open-Finale 2020

Die French Open erzählten zum einen eine vollkommen neue Geschichte, zum anderen aber auch eine Geschichte, die es schon etliche Male zuvor zu sehen gab. Genauer gesagt, zwölf Mal. So oft hieß vor der diesjährigen Ausgabe am Ende des Grand Slams am Bois de Bolougne nämlich der Sieger der Herrenkonkurrenz Rafael Nadal. Und er sollte auch 2020 seinen Namen tragen. Wenngleich zumindest im Vorfeld viel über Bedingungen, die der Dominanz des Spaniers einen Abbruch tun könnten, diskutiert wurde. 

Der andere Ball, das neue Dach über dem Court Philippe Chatrier, beides nicht wirklich förderlich für das Spiel des Stiers aus Manacor, waren sich die Experten im Vorfeld nahezu ausnahmslos einig. Im Finale stand der Spanier knapp zwei Wochen später dann trotzdem - und zwar in beeindruckender Manier. Als vor dem großen Endspiel gegen Langzeitkonkurrenten Novak Djokovic dann aber klar wurde, dass unter geschlossenem Dach gespielt werden würde, da rechnete man dem Serben durchaus gute Chancen aus, Nadal in dessen Wohnzimmer besiegen zu können. 

Rafael Nadal mit Sicherheit ins Endspiel

Während dem Trainerteam des Mallorquiners bei dieser Nachricht doch etwas unwohl wurde, so hinterließ sie bei Nadal selbst aber auch nicht den Hauch einer Spur. Wie Carlos Moya nun nämlich gegenüber Sportskeeda erzählte, sei der 20-fache Grand-Slam-Champion mit äußerst breiter Brust ins Endspiel gegangen. "Als sie kamen, um uns zu sagen, dass das Finale unter geschlossenem Dach gespielt wird, fragten wir uns, wie wir das Rafa mitteilen sollten", sagte Moya. "15 Minuten vor dem Spiel hat Francisco Roig ihm das gesagt. Und da war Rafas Antwort: 'Es ist mir egal, es ändert nichts, ich werde dieses Match gewinnen'."

Mit Arroganz habe eine solche Aussage keineswegs zu tun, wie Moya unterstreicht: "Rafa hatte so etwas noch nie vor einem Spiel zu mir gesagt.Er wusste, dass er nicht versagen würde. Nadal ist ein so bescheidener Mensch. Es war keine Arroganz, es war ein Gefühl des Vertrauens, der Sicherheit." Eine Sicherheit, die der Spanier dann auch am Platz eindrucksvoll unter Beweis stellen sollte. 6:0, 6:2 und 7:5 lautete schließlich die Bilanz eines mehr als einseitigen Endspiels. Die Bilanz eines Endspiels, das gezeigt hat, dass die French Open 2020 eben auch eine durchaus bekannte Geschichte erzählen sollten. 

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