Federer: "Gegen Rafa war es am härtesten"

Kein Spieler hat mehr Matches bei den ATP-Masters-1000-Turnieren gewonnen als Roger Federer. Im Interview mit der ATP-Website spricht der Schweizer über sein Masters-Debüt, den größten Rivalen und einprägsame Erinnerungen.

von Björn Walter
zuletzt bearbeitet: 31.03.2017, 20:01 Uhr

Roger Federer hat die 1000er-Turniere geprägt wie kaum ein anderer

Es war noch im alten Jahrtausend, als Roger Federer 1999 in Miami auf Masters-Ebene debütierte. 18 Jahre später hat der "Maestro" 339 Matches (bis zum Miami-Halbfinale gegen Nick Kyrgios) und 25 Titel bei den prestigeträchtigsten ATP-Turnieren angesammelt. Neben Novak Djokovic ist Federer der einzige Spieler, der acht unterschiedliche 1000er-Turniere gewinnen konnte - sieben der aktuellen neun und viermal Hamburg, als das Turnier noch Masters-Status hatte.

Für die Serie "My Masters 1000" stellte sich der langjährige Weltranglisten-Erste nun einer Frage-und-Antwortsession mit der ATP-Website.

Roger Federer über...

Sein favorisiertes Masters-1000-Turnier:

"Shanghai und Indian Wells."

Seine Lieblingsstadt, in der ein 1000er ausgespielt wird:

"Shanghai und Rom. Shanghai wegen des schwirrenden Lärmpegels. Ich liebe den Ort, es gibt da so viele sehenswerte Plätze. Rom wegen der Geschichte, den Gebäuden, Leuten, Kaffee, Eis, Pizza und Pasta - ganz klar."

Erinnerungen ans 1000er-Debüt:

"Hier in Miami wurde mir 1999 eine Wildcard gegeben, nachdem ich den Orange Bowl ein Jahr zuvor auf demselben Platz gewinnen konnte. Ich spielte unterirdisch, freue mich aber immer noch, dass ich die Wildcard bekam (Federer verlor 5:7, 6:7 (4) gegen den Dänen Kenneth Carlsen, damals ATP 106; Anmerkung)."

Das familienfreundlichste Masters-Turnier:

"Cincinnati. Da ist es sehr ruhig, ideal für Familien. Indian Wells hat ebenfalls einen sehr entspannten Charakter."

Die ersten Erinnerungen an die Turnierserie:

"Ich weiß noch, wie ich die Super-9-Turniere mit Becker und Stich verfolgt habe. Danach war Marcelo Rios sehr erfolgreich bei den Super-9s. Als ich loslegte, waren es immer noch die Super-9-Turniere, erst später wurden sie zu den Masters-1000ern."

Das härteste Match auf dieser Ebene:

"Eigentlich waren es zwei. Das Finale in Miami 2005, als ich Nadal 6:1 im fünften Satz besiegte. Und als ich gegen 'Rafa' 2006 im Endspiel von Rom 6:7 im Fünften verlor."

Die aktuelle ATP-Weltrangliste

von Björn Walter

Freitag
31.03.2017, 20:01 Uhr