Federer: "Das ist dann das Ende einer Karriere"

Im vergangenen Jahr wurde Roger Federer von GQ-Fans online zum "Most Stylish Man" gewählt, aktuell ziert er das Cover der Printausgabe - und begeistert mit eleganten Fotos.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 25.03.2017, 18:18 Uhr

Elegant, eleganter, eleganterer: Roger Federer

Entgangen ist ihm sein größter Erfolg in 2016 also nicht. "Wenigstens habe ich etwas gewonnen", sagte der Schweizer im Frühstadium der Australian Open im Gespräch mit Jim Courier, angesprochen auf seinen Sieg bei der Online-Abstimmung der GQ, bei der Federer zum "Most Stylish Man of 2016" gewählt wurde und Kanye West und Ryan Gosling in die Schranken wies.

Kein Wunder also, dass das GQ Magazine den ganzen Federer wollte - und bekam. Nur fünf Tage nach dem Triumph Federers in Melbourne stattete Rosecrans Baldwin dem Schweizer einen Besuch in dessen Heimat ab, ging mit Federer Raclette essen und plauderte mit ihm über den Australian-Open-Triumph, Tennis und das Leben an sich. Er fand heraus: Federer hat Angst vor Pferden, mag Pünktlichkeit, Kunst, Filme wie La La Land (nur den Schluss nicht), war am Abend vorm Finale gegen Nadal vom Film Lion ziemlich aufgewühlt, hat seine Motivation und Perfektion aus dem Pete-Sampras-Match gezogen und hatte als Jugendlicher ein Poster von Pamela Anderson an seiner Tür hängen. Und er schafft es, aufgeregte Fans dank seiner entspannten Art zu erden.

Die große Frage, wie lange er noch weitermachen wolle, beantwortete Federer auch. "Sagen wir mal, dass ich ein Turnier vor mir habe. Ich frage mich: Wie glücklich bin ich, loszufahren? Weil es einfach schön wäre, hier zu bleiben. Ich packe also meine Taschen, trage sie ins Auto und steige ein, schaue das Haus an und sage: Okay, los geht's. Bin ich glücklich in diesem Moment? Oder würde ich gerne länger bleiben? Es ist immer so, dass ich glücklich bin, dass es losgeht. Ich tue immer noch das Richtige, das, was mein Herz sagt. Es ist ein Test. Wenn der Moment kommt und ich denke: Hmm... Andere Spieler haben dasselbe gesagt. Ein Freund ging mal zum Flughafen und drehte um - er konnte das Turnier nicht spielen, er musste seine Familie sehen. Das ist dann womöglich das Ende einer Karriere."

Die gesamte - sehr lesenswerte!!! - Geschichte, mit vielen tollen Fotos von Craig McDean, gibt es hier!

Roger Federer im Steckbrief

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von Florian Goosmann

Samstag
25.03.2017, 18:18 Uhr