Federer preist Coach Ljubicic

Die Zusammenarbeit zwischen Roger Federer und Coach Ivan Ljubicic ist ein voller Erfolg - trotz einiger Probleme zu Beginn.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 16.08.2017, 13:52 Uhr

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Ivan Ljubicic, Roger Federer

Ein wirklicher Traumbeginn war beiden nicht vergönnt. Gleich nach dem Ende des zweiten gemeinsamen Turniers im Jahr 2016, nach Federers Halbfinal-Aus bei den Australian Open, riss sich der Maestro den Meniskus im rechten Knie - es folgte eine Saison mit Schmerzen, Absagen und letztlich dem Aus im Juli für den Rest der Spielzeit.

2017 dann die triumphale Rückkehr: Federer siegte in Melbourne und reitet seither auf der Erfolgswelle, den achten Wimbledon-Titel inklusive. In Montréal reflektierte er die lange gemeinsame Vergangenheit mit Ljubicic, die erste Begegnung 1996, vor mehr als 20 Jahren - und die Probleme zu Beginn der Zusammenarbeit. "Wir hatten einige Turniere zusammen, dann war ich verletzt, wurde operiert, war in der Reha. Kam in Miami zurück und war krank. Ging auf Sand, war war nicht gesund. 2016 konnte man vergessen. Wir spielten eben, was ging."

Aufregend, wieder über Tennis zu sprechen

Über Taktik habe man in dieser Zeit nie wirklich reden können, so Federer, "weil das Knie ein Witz war". Dennoch sei Ljubicic auch in dieser Zeit schon eine große Stütze gewesen. "Er war immer für mich da. War bereit zu mir zu reisen, um zu sehen, ob ich ihn brauche." In diesem Jahr sei alles anders. "Es ist spannend für Severin, Ivan und mich, einfach darüber zu sprechen: 'Wie spielen wir diesen Typen? Wie müssen wir morgen spielen?' Es ist aufregend, wieder über Tennis zu reden anstatt: 'Bist du okay? Kannst du ans Netz kommen? Oder erlaubt es dir das Knie noch nicht?' Es ist großartig."

Dass er überhaupt mal eine solche Karriere hinlegen und einen Rekord nach dem anderen jagen und brechen würde, hatte Federer ohnehin nicht geglaubt. "Ich dachte, dass ich vielleicht einen Titel gewinnen kann." Auch die Entscheidung, ob er weiter zur Schule gehen oder es als Tennisspieler versuchen solle, sei keine leichte gewesen. "In dieser Zeit sagt man bestimmt nicht: 'Vielleicht gewinne ich ja 94 Titel.' Schon gar nicht in der Schweiz. Wenn man so was sagt, würde jeder denken: 'Der Typ ist ein bisschen verrückt.'"

Auf seinen 94. Titel muss Federer nun leider ohnehin warten: Im Finale von Montréal verletzte er sich mal wieder am Rücken - in Cincinnati fehlt Federer deshalb. Das Ziel für ihn und sein Team um Coach Ljubicic ist dennoch klar: die US Open, und gerne auch die Nummer eins. Es wäre für Federer und Ljubicic die Krönung ihrer Zusammenarbeit.

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16.08.2017, 13:52 Uhr