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Roger Federer spricht über die vergebenen Matchbälle im Wimbledonfinale gegen Djokovic

Im Rahmen einer Promo-Reihe für seine neuen Schuhe stellte sich Roger Federer den Fragen seiner Fans – auch den eher unangenehmen.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 23.07.2020, 10:48 Uhr

Novak Djokovic, Roger Federer
© Getty Images
Novak Djokovic, Roger Federer

So auch der Frage, was seine Gedanken gewesen seien, als seine zwei Matchbälle im Wimbledonfinale 2019 von Novak Djokovic abgewehrt worden waren. Wir erinnern uns: Federer hatte hier beim Spielstand von 6:7, 6:1, 6:7, 6:4 und 8:7 eine 40:15-Führung intus, sich gerade mit zwei Assen seine ersten Matchbälle besorgt./

Beim ersten Ball zum Sieg aber bewegte er sich ungut und verzog eine Vorhand. Beim zweiten griff er einen harmlosen Return Djokovics nur halbherzig an – und wurde passiert.

„Kein Problem“, so Federers erste Gedanken. „Natürlich hätte ich das in diesem Moment gerne gewonnen, anstatt wieder bei Einstand zu stehen. Andererseits: Bei Einstand zu sein, bei eigenem Aufschlag, ist immer noch eine sehr gute Ausgangsposition.“ Insofern habe er sich in exakt diesem Moment gut gefühlt, was seine Chancen auf den Sieg angingen, trotz „der leichten Sorge, dass er vielleicht zurück ins Spiel finden könnte.“ Letztlich geschehe aber alles so schnell, und er habe diesen Moment nicht insoweit in Erinnerung, als dass er gedacht habe, nun sei alles ganz schlimm.

Federer: Bis zu letzten drei Punkten in guter Ausgangslage

Federer war im fünften Durchgang eigentlich zunächst einem Break hinterhergelaufen, hatte dann egalisiert und sich die Führung zum 8:7 geholt, die letzten Endes Djokovic wieder ausglich. Der auch einen weiteren Brakball Federer beim 11:11 abwehrte, als ein Passierball des Maestros nur knapp neben der Linie landete.

Im Match-Tiebreak indes ging es dann schnell, und genau hier habe er gespürt, dass es nun schwierig würde. „Bis zu den letzten drei Punkten des Matches war ich in einer guten Ausgangslage“, so Federer weiter. „Ab da habe ich gemerkt: Jetzt wird es schwierig, zurückzukommen.“

Federer aber blickt offenbar nicht mehr mit Groll zurück. „Was war das für ein Finale… ich bin froh, dass ich ein Teil davon war.“

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von Florian Goosmann

Sonntag
19.07.2020, 11:02 Uhr
zuletzt bearbeitet: 23.07.2020, 10:48 Uhr

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