Roger Federer: Tränen im Flugzeug

Roger Federer ist ein emotionaler Typ – und macht hieraus auch keinen Hehl. Auch wenn es manchmal unangenehm für ihn wird.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 17.08.2019, 12:40 Uhr

Roger Federers Tränen - für Tennisfans meist herzzerbrechend. Ob nach großen Siegen, wie nach den Fünfsatz-Krimis bei den Australian Open 2017 gegen Rafael Nadal oder 2018 gegen Marin Cilic. Oder auch nach bitteren Niederlagen, wie ebenfalls in fünf engen Sätzen 2009 in Melbourne gegen „Rafa“./

Aber ist es Federer manchmal unangenehm, seinen Emotionen so häufig freien Lauf zu lassen? „Ich denke, Emotionen sind eine feine Sache“, erklärte Federer in einem Interview mit The Project TV vor einigen Wochen. „Das habe ich erstmals realisiert, als ich meinen ersten großen Sieg gefeiert habe, als ich Sampras in Wimbledon 2001 geschlagen habe. Ich konnte es damals gar nicht fassen, dass man so glücklich sein kann, dass man zu weinen anfängt.“

Federer entthronte Sampras 2001 im Achtelfinale in fünf Sätzen, nachdem der US-Amerikaner zuvor sieben Wimbledon-Titel bei den letzten acht Teilnahmen gefeiert hatte. Die Wachablösung sollte jedoch noch zwei Jahre dauern: 2003 war es, als Federer schließlich seinen ersten Grand-Slam-Titel auf dem Heiligen Rasen gewann, im Finale gegen Mark Philippoussis. Auch damals konnte Federer die Tränen des Glücks nicht unterdrücken.

Roger Federer zeigt Emotionen

Einerseits sei er glücklich gewesen, nach dem Sampras-Match geweint zu haben – so sei es womöglich denkwürdiger, als wenn man alles in sich behält, überlegte Federer weiter. „Aber jeder ist anders: Viele Leute würden vielleicht gerne, können aber nicht.“ Unschön sei es hingegen, wenn man verloren habe. „Aber ich bin halt ein emotionaler Typ und mir macht es nichts aus, das zu teilen. Auch wenn es manchmal peinlich ist. Es ist halt so, wie es ist.“

Wirklich peinlich ist Federer seine emotionale Art eher außerhalb des Tenniscourts – zum Beispiel in Flugzeugen, wenn er einen traurigen Film schaue. „Man hat Kopfhörer auf, ist so vertieft – und plötzlich heißt es: ‚Möchten Sie vielleicht was zu trinken?‘“

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