Roger Federer über mögliches Karriereende: "Seit 2009 hacken Medien darauf herum"

Roger Federer spricht im Interview mit dem SRF über seinen Genesungsprozess, die Olympischen Spiele und ein mögliches Karriereende. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 26.07.2020, 09:21 Uhr

Roger Federer, bald 39, will noch nichts von einem Karriereende wissen
Roger Federer, bald 39, will noch nichts von einem Karriereende wissen

Nicht einmal mehr zwei Wochen, dann gibt es einen äußerst prominenten Geburtstag im Tennissport zu feiern. Der Jubilar trägt nämlich den Namen Roger Federer, 20-facher Grand-Slam-Champion. Bei aller Freude ist dies in den letzten Jahren aber eben auch ein Tag, an dem den Tennisfans in Erinnerung gerufen wird, dass die Uhr gegen den Schweizer tickt, einen 39. Geburtstag etwa durften nur die wenigsten Spieler als "Noch-Aktive" feiern. 

Olympia als eines der großen Ziele

Und dennoch macht sich Roger Federer in diesem fortgeschrittenen Alter noch an ein Comeback, will bis Anfang 2021 seine beiden Knie-OPs vollkommen überstanden haben und dann wieder top-fit auf dem Court stehen. "Das Ziel ist, am 1. Januar wieder 100-prozentig fit zu sein. Es steht nun ein 20 Wochen dauernder Konditionsblock an. Es ist ein langer Weg, aber ich bin bereit. Ich hoffe, ich kann noch Tennis spielen, wenn ich zurückkomme", scherzt der "Maestro" im Interview mit dem SRF. 

Ein Comeback, das wohl zu einem großen Teil die Olympische Spiele als Ziel hat, die im Sommer 2021 mit einem Jahr Verspätung über die Bühne gehen sollen. "Olympia ist immer ganz speziell. Ich habe jeweils unglaublich viel mitgenommen. Ich bin gespannt, wie Tokio sein wird und hoffe, dass die Spiele 2021 stattfinden können", so Federer. Auch für die Familie sei dies immer ein einzigartiges Erlebnis, eine seiner Töchter wollte für die in diesem Jahr geplante Reise nach Japan gar japanisch lernen, wie Federer verrät. 

"Wenn die Rädchen nicht mehr greifen, dann höre ich auf"

Das jetzige Comeback solle man aber keineswegs mit einer Vorbereitung für Olympia verwechseln, diese beginne - hier zeigt der Schweizer, wie professionell er zu arbeiten pflegt - erst einige Wochen zuvor. " Wenn du 20 Jahre auf der Tour bist, bist du froh, auch mal ein ruhigeres Jahr zu haben. Die richtige Vorbereitung startet erst etwa 3 Monate vor den Spielen, vorher denkst du noch nicht daran." 

Die Olympischen Spiele, sie werden immer öfter als letztes Turnier Federers gehandelt, ein Grande Finale sozusagen für die Ausnahmelaufbahn des Schweizers. "Seit ich 2009 die French Open gewonnen habe, hacken die Medien auf diesem Thema herum. Aber es ist schon klar, ich bin eher am Ende meiner Karriere. Ich kann nicht sagen, was in 2 Jahren ist. Deswegen plane ich Jahr für Jahr. Momentan bin ich immer noch glücklich. Aber wenn die Rädchen des Zahnrades nicht mehr greifen, dann höre ich auf", will Federer nicht unbedingt etwas davon hören. 

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zuletzt bearbeitet: 26.07.2020, 09:21 Uhr

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