Roger Federer - Was bedeutet die Knie-Operation für die weitere Karriere?

Roger Federer wird nach einer Knie-Operation erst in der Rasensaison auf die Tour zurückkehren. Doch was bedeutet die Verletzung für die weitere Karriere des 20-fachen Grand-Slam-Siegers?

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 21.02.2020, 11:14 Uhr

Roger Federer wird erst auf Rasen wieder spielen
© Getty Images
Roger Federer

Es war ein Schock für alle Fans von Roger Federer. Am Donnerstag gab der langjährige Weltranglistenerste bekannt, dass er sich einer Operation am Knie unterzogen hatte und aufgrund dieser erst in der Rasensaison wieder spielen werde. Die Turniere in Dubai, Indian Wells, Miami und Paris müssen demnach ohne ein großes Zugpferd auskommen.

Vielerorts wurde nach dieser Bekanntgabe des Schweizers über die Folgen der Operation spekuliert, auch ein Karriereende wurde von einigen Beobachtern nicht ausgeschlossen. Federer selbst will davon aber offenbar nichts wissen. "Ich kann es nicht erwarten, bald wieder zu spielen, Wir sehen uns auf Rasen!", ließ der 38-Jährige via Instagram wissen.

Fabel-Comeback vor drei Jahren

Fest steht aber auch, dass der Eingriff einen der wenigen großen Stolpersteine in Federers Karriere darstellt. Bislang wurde der Weltranglistendritte von Verletzungen großteils verschont, einzig 2016 musste der Maestro aufgrund einer Knieverletzung seine Saison nach dem Grand-Slam-Turnier in Wimbledon beenden.

Was folgte, war ein unvergleichlicher Erfolgslauf im darauffolgenden Jahr, in dem Federer unter anderem die Major-Events in Melbourne und London gewann. Auf ein ähnlich erfolgreiches Comeback werden die Fans des womöglich besten Spielers aller Zeiten auch in diesem Jahr hoffen - die Vorzeichen dafür stehen nicht allzu schlecht.

Zwar wird Federer in der Weltrangliste 3180 Punkte verlieren, der Rückfall im Ranking wird sich aber dennoch einigermaßen in Grenzen halten. Abhängig von den Ergebnissen seiner Konkurrenten wird der 20-fache Grand-Slam-Sieger bei seinem angepeilten Comeback in Halle ungefähr auf Platz sechs bis zehn stehen.

Olympiagold in Tokio als Ziel

In Wimbledon würde das im Normalfall zu einer etwas schwierigen Auslosung führen, aufgrund des sogenannten Rasenformulars, bei dem die Rasen-Ergebnisse der vergangenen beiden Jahren zusätzlich zur Weltranglistenplatzierung für die Setzliste herangezogen werden, darf Federer im Südwesten Londons aber sogar mit einer Top-Vier-Setzung spekulieren.

Doch nicht nur der Rasenklassiker in England, auch die Olympischen Spiele in Tokio stellen für Federer eine besondere Motivation dar. Im Einzel wartet der 38-Jährige noch auf eine Goldmedaille - die Wettkämpfe in Japan werden selbst für den schier unermüdlichen Schweizer aller Voraussicht nach die letzte Gelegenheit sein, diesen "Makel" auszubessern.

Auf Federer warten also auch in diesem Jahr noch einige Highlights. Trotz des bitteren Rückschlags scheint der Weltranglistendritte mehr als nur gewillt, seiner Karriere weitere Meilensteine hinzuzufügen. Und es würde nicht verwundern, wenn das auch nach der Saison 2020 weiterhin der Fall wäre.

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von Nikolaus Fink

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21.02.2020, 09:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 21.02.2020, 11:14 Uhr

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