Roger Federer: Wird er zum Tennis-Kommentator?

Roger Federer spielt am Freitagabend (mit Rafael Nadal) zum letzten Mal als Tennisprofi. Aber was kommt danach?

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 22.09.2022, 20:03 Uhr

Roger Federer, Rafael Nadal
© Getty Images
Roger Federer, Rafael Nadal

Roger Federer war ziemlich klar in seinen Ansagen zum Ende seiner Karriere./

Ja, klar, natürlich hätte er noch mal gerne ein echtes Comeback gegeben, aber dann doch nach und nach gemerkt: Für Grand-Slam-Turniere werde es nicht mehr reichen mit dem trotz dreier Operationen nicht ganz knackfrischen Knie. Vielleicht für ein paar kleinere Turniere? Und dann die Einsicht: Auch das würde wohl nichts mehr werden.

Der Abschied also nun, er findet im Doppel beim Laver Cup statt - mit Rafael Nadal, am Freitagabend. Aber was kommt danach für den großen Meister?

Federer über seine Gedanken: "Spinnst du jetzt komplett?"

Zum einen wohl ein (oder mehrere?) Schaukämpfe. "Ich spiele sehr gerne Exhibitions, ich habe noch die Möglichkeit, die Stadien zu füllen. Mein großer Wunsch ist es, noch eine Exhibition zu spielen. In den nächsten sechs bis neun Monaten, alle meine ehemaligen Coaches einzuladen und Danke und auf Wiedersehen zu sagen. Davon träume ich", sagte Federer in einer Presserunde mit Schweizer Journalisten im Vorfeld des Laver Cups.

Und weiter? "Ich hätte ja nie gedacht, dass ich das einmal sage, aber vor ein paar Monaten sagte ich mir: Weshalb nicht kommentieren?" Zum Beispiel in Wimbledon, der der Rekordsieger (8 Titel) an der Church Road. Denn er wolle den Kontakt halten zu den Turnieren, zu seinen Kollegen. "Aber ganz ehrlich, im ersten Moment dachte ich: Spinnst du jetzt komplett, dass du dir solche Gedanken machst? Gleichzeitig war es immer unser Plan, für die Zeit nach der Karriere möglichst alles offenzuhalten."

Holt sich Federer erste Tipps von Johnny Mac?

Federer als Kommentator, es wäre freilich ein großer Gewinn - und keine Seltenheit, dass ein Ex-Profi nun hinterm Mikro Platz nimmt. Stichwort Laver Cup: Auch Team-World-Captain John McEnroe hatte sich zu aktiven Zeiten einen Wechsel in die Kommentatorenkabine nie vorstellen können - und nimmt dort nun bereits seit knapp 30 Jahren Platz...

Vorrang aber hat natürlich die Familie für Federer, der ja immer versprochen hatte, dass nach seiner aktiven Karriere Ehefrau Mirka an vorderster Front der Pläne stehen würde. Und Federer weiß auch: "Ich habe den großen Luxus, dass ich nichts tun muss, worauf ich keine Lust habe."

Seine Kids hätten übrigens zunächst enttäuscht reagiert, als er ihnen vom Rücktritt erzählt habe. Geht es nun nie mehr nach Wimbledon?, so die Befürchtung... "Einerseits sind sie traurig. Andererseits haben sie ja auch immer den Wunsch geäußert: Wann können wir endlich Ski fahren gehen?" Er wolle nun möglichst viel für seine Familie da sein, so Federer. "Das ist mir extrem wichtig."

Mehr aus dem Pressegespräch mit Roger Federer lest ihr hier!

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