Roger Federer: "Wollte Sampras´ Rekord brechen, alles andere war Bonus"

Roger Federer hat nach seinem Auftakterfolg in Halle über das French-Open-Finale und das Rennen um die meisten Grand-Slam-Titel gesprochen. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 16.06.2021, 06:15 Uhr

Roger Federer möchte in Wimbledon auf Major-Titel Nummer 21 angreifen
Roger Federer möchte in Wimbledon auf Major-Titel Nummer 21 angreifen

Roger Federer hat den Endspurt der French Open offenbar mit Adleraugen verfolgt. Nach seinem Auftakterfolg beim ATP-500-Event von Halle erklärte der Schweizer nämlich: "Schon im Halbfinale gegen Nadal gab es unfassbare Ballwechsel und großartiges Tennis." Im Endspiel habe dann auch Stefanos Tsitsipas stark gespielt, "aber wie sich Djokovic noch über die Ziellinie gerettet hat, war großartig. Umso mehr, nachdem er in der Woche vor Paris auch noch das Turnier in Belgrad gewonnen hat", betonte der Schweizer. 

Damit hat der Serbe auch im Rennen um die meisten Grand-Slam-Titel mächtig aufgeschlossen zu den Führenden Federer und Nadal. Dass sich im Tennis nun nahezu alles um diese TItel dreht, sieht der 39-Jährige nicht wirklich als gute Entwicklung: "Als ich auf die Tour kam, ging es nicht nur um die Grand Slams. Pete Sampras war es, der diese Entwicklung auslöste und plötzlich sagte, nun würden ihn nur noch die Slams interessieren", zitierte der Tagesanzeiger den Schweizer. 

Federer schielt auf Wimbledon

Eben Sampras sei es gewesen, dessen Rekord anfänglich der große Ansporn für Federer darstellen sollte: "Nach meinem 15. Titel war es mir eigentlich egal, ob ich 15, 16, 17 oder 18 davon hatte. Ich wollte einfach Sampras’ Rekord brechen, alles andere war ein Bonus", so Federer, der dennoch auf Titel Nummer 21 beim Grand Slam in Wimbledon, das am 28. Juni starten wird, schielt. 

Die Vorbereitung dafür sei nun jedenfalls einmal gut gestartet, der Schweizer gewann sein Auftaktmatch in Halle gegen Ilya Ivashka. "Ich fühle mich hier nicht sehr unter Druck. Aber jedes Match, das ich spielen kann, ist positiv im Hinblick auf Wimbledon", betonte der Rekordsieger beim ATP-500-Event. Gegen Ivashka fand der Altmeister selten zu seinem besten Tennis, bilanzierte aber dennoch positiv: "Im zweiten Satz hatte ich mehr Möglichkeiten, und insgesamt war es ein gutes Auftaktmatch."

Djokovic schließt auf 

Dass Djokovic - der jüngste unter den großen Drei - nun so nah auf ihn und Federer aufschließen konnte, beunruhigt Federer zurzeit recht wenig, wie dieser erklärte: "Solange wir spielen, ist alles möglich, und am Schluss wird abgerechnet." Auch er selbst könne natürlich auf schöne Momente bei den Majors zurückblicken: "Sicherlich haben mir die Grand Slams vieles gegeben, und sie bieten dem Tennis eine grosse Bühne." 

Für Roger Federer geht es in der zweiten Runde von Halle gegen den jungen Kanadier Felix Auger-Aliassime, der in der ersten Runde den Miami-Sieger aus diesem Jahr, Hubert Hurkacz, besiegen konnte. Auger-Aliassime kommt gut eingespielt nach Westfalen, hat er doch erst am Sonntag das Endspiel in Stuttgart bestritten. Dort war der Kanadier Marin Cilic unterlegen - und wartet damit weiterhin auf den ersten Titel auf ATP-Niveau. 

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von Michael Rothschädl

Mittwoch
16.06.2021, 08:10 Uhr
zuletzt bearbeitet: 16.06.2021, 06:15 Uhr

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