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Roland-Garros: Regenexperten mit schwierigen Routinen

Längere Einspielzeiten und verkürzte Routinen - auch das sind Nebeneffekte der wettertechnisch schwierigen French Open 2024.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 01.06.2024, 20:30 Uhr

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Taylor Fritz ist eigentlich ein Mann des Regens
© Getty Images
Taylor Fritz ist eigentlich ein Mann des Regens

Von Jens Huiber aus Roland-Garros

Da denkt man sich, dass das Wetterpech, das die Veranstalter in München in diesem Jahr gehabt haben, nicht mehr übertroffen werden kann. Und dann werden die Tage in Roland-Garros lang und länger, weil es draußen mit bewundernswerter Regelmäßigkeit Schusterbuben regnet. Das mit dem „Pech“ ja auch Ursachen haben könnte, an denen der Mensch im allgemeinen und vielleicht sogar viele der Fans hier im Speziellen auch ihren Anteil haben. Anderes Thema.

Die Frage ist aber: Gibt es Aspekte, die man als aufmerksamer Beobachter vielleicht gar nicht in Betracht zieht? Dass die Verzögerungen die Spieler nerven, ist klar. Aber es gibt ja ganz konkrete Probleme. So hat Jan-Lennard Struff etwa erzählt, dass er sich vor seinem zweiten Match gegen Alexander Bublik aus Argentinien gar nicht einspielen konnte. Was natürlich auch für seinen Gegner galt. Aber komplett kalt auf den Court zu kommen und dann fünf Minuten zusätzlich für das Einschlagen zu bekommen - das ist auch für ausgebuffte Tennisprofis nicht einfach.

Fritz verhandelt sich auf 45 Minuten hoch

Apropos: Taylor Fritz hatte es sich vor seinem Auftakt gegen Federico Coria auf einer Couch im Spielerbereich gemütlich gemacht. In der Annahme, dass das Match erst in mindestens zweieinhalb Stunden beginnen würde. Dann wurde die Partie verlegt - und Fritz bekam die Ansage, dass es nun doch schon in 30 Minuten losgehen würde. Was den US-Amerikaner komplett aus dem Konzept brachte.

Fritz konnte die Verantwortlichen noch auf 45 Minuten hoch verhandeln. Aber das war nicht genug Zeit, um seine Routinen wirklich unterzubringen. Als mittelbare Folge daraus verlor Fritz dann auch den ersten Satz.

Dabei sollte doch gerade Taylor Fritz für Verhältnisse wie diese bestens gerüstet sein - denn er hatte sich ja im Münchner Dauerregen bis ins Finale gespielt.

Hier das Einzel-Tableau in Roland-Garros

   

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Struff Jan-Lennard
Fritz Taylor

von Jens Huiber

Samstag
01.06.2024, 21:23 Uhr
zuletzt bearbeitet: 01.06.2024, 20:30 Uhr

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