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Rybak mit Jubiläumssieg im Jubiläumsfinale

Sascha Rybak hat am Dienstag Abend das finale Gipfeltreffen der HTT Challenger-Stars beim 17. Februa...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 08.02.2024, 15:18 Uhr

Sascha Rybak hat am Dienstag Abend das finale Gipfeltreffen der HTT Challenger-Stars beim 17. Februar-Challenger-Turnier im UTC La Ville gegen Horst Kroiss für sich entschieden. Der 51jährige Routinier benötigte für seinen insgesamt 10. HTT Karriere-Titel gerade einmal eine knappe Stunde, ehe er mit 6:3, 6:2 als Gewinner eines ganz speziellen HTT Events feststand. Ein Bericht von C.L

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Die beiden erfolgreichsten HTT Challenger-Spieler als perfekte Inszenierung für das 400. Challenger-Finale der HTT Geschichte

Die zweite Liga der Hobby-Tennis-Tour feierte am vergangenen ersten Februar-Wochenende 2024 ein ganz besonderes Jubiläum. Mit dem 400sten HTT Challenger der Open Ära beging eine Turnierserie runden Geburtstag, die sich im Circuit größter Beliebtheit erfreut, und die aus dem umfangreichen Turnierkalender der Hobby-Tennis-Tour nicht mehr wegzudenken ist. Für den finalen Showdown des Jubiläums-Events hätte es dann auch kaum ein besseres Drehbuch geben können, als mit dem Auftritt der beiden erfolgreichsten HTT-Challenger-Spieler der Geschichte im Endspiel des 400sten Challenger-Events. Um knapp nach 20 Uhr marschierten Horst Kroiss und Sascha Rybak, die HTT Challenger-Giganten mit zusammen 20 Challenger-Titeln in einem feierlich würdigen Rahmen auf den Platz, um sich im neunten direkten Aufeinandertreffen um den zweiten Saisontitel auf HTT Challenger-Ebene zu duellieren.

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Kroiss kassiert allererste HTT Niederlage in 2024

Rybak, in den beiden Spielzeiten davor jeweils im Semifinale des Februar-Challengers ausgeschieden, startete solide servierend in sein erstes Endspiel seit Juni letzten Jahres, und auch der 2024 bis hierher ungeschlagene Horst Kroiss ließ in der Anfangsphase bei eigenem Aufschlag nichts anbrennen. Das entscheidende, weil einzige Break des ersten Satzes gelang dann Sascha Rybak nach einem hart umkämpften Aufschlagspiel seines Gegners zum 5:3. Kurz darauf hatte Rybak seinem bisherigen Angstgegner aus Oberösterreich den ersten Satz mit 6:3 abgeknöpft, und sich mental aus der Umklammerung des wie immer unangenehm weil sicher und variantenreich spielenden Gegners befreit. Den Schneid an diesem finalen Abend endgütlig abgekauft, hatte Rybak seinem Gegenüber aus Linz dann im fünften Game des zweiten Satzes. Mit dem ersten Break war der Bann gebrochen. Der Rekord-Challenger-Champion aus der oberösterreichischen Landeshauptstadt hatte nichts mehr zuzulegen. Keine Idee, kein Plan, und auch nicht das gewohnte Feuer, mit dem Kroiss seine Matches zumeist bestreitet. Rybak blieb hoch konzetriert bei der Sache, holte drei weitere Games am Stück, und fügte am Ende mit seinem 10. Karriere-Titel auf Challenger-Ebene dem topgesetzten Gegner die allererste HTT Niederlage im Jahr 2024 zu.

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“Dieser Turniersieg bedeutet mit besonders viel”

Die doch recht deutliche Niederlage im 20. HTT Finale seiner Laufbahn schmeckte Horst Kroiss dann wie erwartet weniger gut. Der sonst als Schmähbruder bekannte und seine Turniersiege schon auch mal exzessiv feiernde Oberösterreicher, der bei seinen Titelgewinnen auch immer wieder gerne mit den großen Champs der 500er oder 1000er-Turniere für Fotos und Bilder posiert, schnappte sich seinen Teller, und flüchtete aus den heiligen Hallen des UTC La Ville. Und was machte derweil der große Sieger des Challenger-Abends? Der ließ den in Silber strahlenden Beweis seines großen Erfolges mutterseelenallein in der Halle zurück. Ein kleiner Fauxpas, der Rybak angesichts des zuvor Erreichten aber kaum störte. Der 51jährige rückte Kroiss im Duell um den Titel erfolgreichster Challenger-Spieler der HTT mit 10:11 Titel weiter auf die Pelle. Zudem verkürzte er im Head to Head mit dem HTT EBO Challenger-Sieger nach nunmehr neun Duellen auf 3:6. Bei genauerem Hinschauen fällt auf, dass Rybak jetzt sogar drei der letzten vier Begegnungen mit Kroiss für sich entscheiden konnte. “Dieser Turniersieg bedeutet mit sehr viel, da er mir gegen den Horst geglückt ist. Er ist nicht unbedingt mein Lieblingsgegner, da er ein riesiges Repertoire in seinem Tennis hat, und einem sowohl physisch als auch mental immer die beste Leistung abverlangt. Und genau diese konnte ich heute und eigentlich im gesamten Turnier abrufen. Mein 10. Turniersieg beim 400. HTT Challenger, diese statistischen Zahlen machen diesen Triumph so besonders für mich”, freute sich der 51jährige Wiener.

von Claus Lippert

Donnerstag
08.02.2024, 14:21 Uhr
zuletzt bearbeitet: 08.02.2024, 15:18 Uhr