Schnee in München! Aber wo ist Juan Martin del Potro?
Zwei Wochen vor Beginn der BMW Open 2026 ist in München der Winter zurückgekehrt. Besser jetzt, als während des laufenden Turnierbetriebs wie 2016.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
29.03.2026, 14:05 Uhr

Wer dieser Tage an der Anlage des MTTC Iphitos vorbeikommt, der sieht: Im Grunde steht alles für das ATP-Tour-500-Turnier, das mit den Qualifikationspartien am 11. April 2026 beginnen wird, bereit. Der große Einfahrtsbogen ist bereits aufgebaut, die Vorfreude steigt.
Am heutigen Samstag hat sich derweil ein kleiner weißer Belag auf eben jenen in Blau gehaltenen Bogen gelegt. Schnee in München beim Tennis! Das kennt man doch! Ziemlich genau ein Jahrzehnt ist es nämlich her, als Juan Martin del Potro bei den BMW Open in einem leichten Graupelschauer trainiert hat. Die Bilder davon sind um die Welt gegangen, Turnierchef Patrik Kühnen konnte danach umso mehr vom „härtesten Sandplatzturnier der Welt“ schwärmen.
Nun ist „DelPo“ längst in der verdienten Tennis-Rente, die letzten Jahre seiner Karriere mit dem Höhepunkt des US-Open-Titels 2009 verliefen eher zäh. Mehrerer Verletzungen wegen.
Zverev gewinnt 2025 Finale gegen Shelton
Was auch ein gutes Stichwort für die 2026er-Ausgabe ist. Nachdem Taylor Fritz, einer der Topstars für München, seine Teilnahme in Monte-Carlo abgesagt hat, ist wohl davon auszugehen, dass es auch mit einem Start an der Isar eng werden könnte. Grundsätzlich steht ja im Raum, dass Fritz die gesamte Sandplatzsaison auslässt, um sein beleidigtes Knie wieder in bessere Stimmung zu bringen.
Aber sonst dürfen sich die Fans auf ein wieder stark besetztes Event freuen. Mit der Galionsfigur Alexander Zverev, der wie schon 2025 ohne Saison-Turniersieg nach München kommt. Vor knapp zwölf Monaten ließ Zverev ja im Endspiel gegen Ben Shelton nichts anbrennen, eng war es allerdings im Viertelfinale gegen Tallon Griekspoor.
Shelton wird auch in diesem Jahr wieder dabei sein. Besonderes Augenmerk gilt aber einem Südamerikaner: Während Juan Martin del Potro als Argentinier indes mit Schnee aus der Heimat vertraut sein könnte, ist das bei Joao Fonseca eher in Frage zu stellen. Ein Glück, dass die kurze Rückkehr des Winters schon jetzt über die Bühne gegangen ist.
