Sharapova in Rom gegen Halep mit Paris im Hinterkopf

Nach ihrem knappen Erfolg gegen French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko wartet auf Maria Sharapova beim WTA-Premier-Turnier in Rom nun die nächste hohe Hürde: Simona Halep.

von tennisnet
zuletzt bearbeitet: 19.05.2018, 12:20 Uhr

Maria Sharapova, Halbfinalistin in Rom

Maria Sharapova hat nach ihrem dramatischen Erfolg gegen Jelena Ostapenko eher ungläubig in den römischen Himmel geschaut - Coach Thomas Högstedt, der alte Schwede, allerdings, der feierte den Sieg seines Schützlings geradewegs so, als hätte er selbst das entscheidende Tor im Finale einer Fußball-Weltmeisterschaft erzielt. Und warum auch nicht? Ostapenko, die regierende French-Open-Siegerin, legte mit gehont beeindruckendem Tempo los, Sharapova musste erst ihr Timing finden. Dieser Prozess dauerte bis zu Beginn des zweiten Satzes, ab dann entwickelte sich ein Damen-Match mit erstaunlichem Tempo. Das Sharapova, in Rom schon dreifache Siegerin, knapp für sich entschied.

In der Vorschlussrunde wartet nun Simone Halep auf Maria Sharapova. Die Rumänin wird Rom als Spitzenreiterin der WTA-Charts veraasen, so wie steht nach der Niederlage von Caroline Wozniacki gegen Anett Kontaveit am Freitag fest. Halep selbst legte den einzigen glatten Sieg am Freitag auf dem Campo Centrale hin, Carolin Garcia waren nur fünf Spielgewinne vergönnt.

Sharapovas Ziel: Die Setzliste in Roland Garros

Die Historie mit Maria Sharapova ist für die Rumänin keine erfreuliche. Immerhin: Die letzte Partie in Peking entschied Halep für sich. Alle anderen sieben gingen an Sharapova. Wie etwa auch die Erstrunden-Begegnung bei den US Open im vergangenen Jahr. Da hatte Halep schon bei der Auslosung Böses geahnt, das Arthur Ashe Stadium erlebte ein höchst intensives Match mit der Siegerin Sharapova, die damit erstmals nach ihrer Doping-Sperre eine Top-Ten-Spielerin besiegte.

Das Duell in Rom (nicht vor 17:00 Uhr, live auf DAZN) hat für Sharapova - und ihren Coach Thomas Högstedt- wohl größere Bedeutung als für Simone Halep: Schließlich ist die Russin im Moment in der WTA-Weltrangliste auf Position 40 notiert. Jeder Punkt hilft Sharapova, sich in den Charts weiter nach oben zu arbeiten. Und damit bei den French Open unter den Gesetzten zu landen. Das wäre nicht nur im Interesse Sharapovas, sondern aller anderen Spitzenspielerinnen. Schließlich möchte niemand seine Paris-Kampagne gegen die zweifache Championesse eröffnen.

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