Sinner verrät Geheimnis seines Erfolgs: "Mache Augen und Ohren zu!"
Jannik Sinner bleibt auffallend unbeeindruckt vom eigenen Höhenflug. Vor dem Masters in Madrid verriet die Nummer eins der Welt, warum Lob und Kritik an ihm abprallen.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
21.04.2026, 21:28 Uhr

Drei Masters-Titel in den ersten Monaten der Saison, dazu die Rückkehr an die Spitze der Weltrangliste: Jannik Sinner erlebt einen Start ins Tennisjahr, der selbst für absolute Weltklasse außergewöhnlich ist. Spätestens nach der Absage von Carlos Alcaraz gilt der Südtiroler nun auch in Madrid als der Mann, den es zu schlagen gilt.
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Doch wer auf große Worte oder Selbstbeweihräucherung hofft, kennt Sinner schlecht. Der 24-Jährige bleibt seinem nüchternen Stil treu und richtet den Blick lieber auf die nächste Aufgabe als auf vergangene Triumphe.
Abschalten statt abheben
In einem Interview in Madrid erklärte Sinner nun, dass er eine besondere Stärke entwickelt habe: äußere Stimmen auszublenden. Egal ob Euphorie nach Siegen oder Kritik nach Niederlagen, er lasse sich davon möglichst wenig beeinflussen. Sinner wahrt sich damit seinen Fokus und verhindert, dass Emotionen seine Leistung beeinflussen.
Team kennt die harte Wahrheit
Der Italiener betonte zudem, dass nur sein engstes Umfeld wirklich wisse, wie viel Arbeit hinter seinen Erfolgen stecke. Tägliche Routinen und eiserne Disziplin seien die Basis, die nach außen oft unsichtbar bleibe. Für Sinner scheint aber genau dieses Wissen entscheidend zu sein. Wer den eigenen Aufwand kennt, braucht nämlich keine Bestätigung von außen.
Niederlagen akzeptieren
Wie stabil dieses Denken ist, zeigte sich bereits nach seiner Niederlage gegen Jakub Mensik in Doha. Während andere sofort von Rückschritten gesprochen hätten, blieb Sinner ruhig und vertraute auf den eingeschlagenen Weg. Wenige Wochen später stand er wieder ganz oben. Next stop? Madrid vielleicht…
Hier das Einzeltableau der Herren in Madrid
