Köllerer lebenslänglich gesperrt!
Der Oberösterreicher muss außerdem eine Strafe von 100.000 US-Dollar zahlen.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
31.05.2011, 15:38 Uhr

Daniel Köllerer ist am Dienstag wegen angeblich in drei Fällen nachgewiesener Spiel-Manipulation, zwischen Oktober 2009 und Juli 2010, lebenslänglich von der ATP-Tour sowohl als Spieler als auch als Trainer ausgeschlossen worden. Außerdem wurde der 27-Jährige zu einer Geldstrafe von 100.000 US-Dollar (69.517 Euro) verurteilt. Der immer wieder durch Eskapaden aufgefallene Oberösterreicher bestreitet jeden Zusammenhang vehement.
Köllerer: "Totaler Nonsens ..."
"Ich bin angeklagt worden, dass ich Spieler angesprochen habe, Matches zu manipulieren. Mir wird vorgeworfen, dass ich Spieler gefragt habe, ob sie das Match verlieren wollen. Was für mich totaler Nonsens ist, was ich nicht bestätigen kann", sagte der Welser gegenüber dem ORF-Radiosender Ö3. Er werde "auf alle Fälle" rechtliche Schritte einleiten, da die Strafen existenzbedrohend seien.
Die Tennis Integrity Unit (TIU), eine Antikorruptions-Behörde initiiert vom Tennis-Weltverband (ITF), der ATP World Tour und der WTA, fällte das Urteil am Dienstag. Über eine kostspielige Berufung ist vorläufig noch nicht entschieden worden.
Erfolgreiches Comeback nach Hand-OP
Köllerer hatte erst im März sein Comeback nach einer Handgelenksoperation gegeben und weist in dieser Saison eine Bilanz von 15 Siegen bei nur zwei Niederlagen auf. Bei Future-Turnieren in Antalya, Padua und Most holte er den Titel, dem gegenüber steht eine Halbfinal-Niederlage in Vercelli gegen den Routinier Stefano Galvani und eine überraschende Erstrunden-Niederlage in in Neapel gegen den Qualifikanten Luca Rovetta.
Der ÖTV hielt in einer Aussendung fest, noch keine Informationen von offizieller Seite – weder von der Dachorganisation ITF noch von der ATP World Tour – zu den über Daniel Köllerer ausgesprochenen Sanktionen erhalten zu haben. Sollten die verhängten Strafen rechtskräftig werden, werde der ÖTV auch auf nationaler Ebene entsprechende Maßnahmen setzen. (Text: APA/sp, Foto: GEPA pictures / Matthias Hauer)
