Nick Kyrgios: "Das geht mir ziemlich nahe"
Nick Kyrgios siegte am Dienstagabend in der ersten Runde der BOSS Open in Stuttgart gegen Corentin Moutet und legte damit ein erfolgreiches Comeback hin. Der Australier zeigte sich danach durch angefasst von der Situation.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
10.06.2026, 08:41 Uhr

Nick Kyrgios gehört sicherlich nicht zu den Spielern, den der durchschnittliche Tennisfan mit rührenden Momenten verbindet. Doch genau das war am Dienstagabend im Stuttgarter Weissenhof der Fall, nachdem der Australier sein Comeback-Match gegen Corentin Moutet erfolgreich bestritten hat. “Um ehrlich zu sein, geht mir das ziemlich nahe”, sagte Kyrgios im Anschluss seines Zweisatzerfolges.
Es war das erste Match von Nick Kyrgios seit Januar auf der ATP Tour. Dass der Wimbledon-Finalist von 2022 ausgerechnet für den Rasen zurückkehrt, ist natürlich kein Zufall. Das Geläuf ist der bevorzugte Spielbelag des 31-Jährigen. Würde die Saison mehr Rasenturnier bereithalten, vielleicht würde sich die ehemalige Nummer 13 der Welt häufiger auf der Tour blicken lassen.
Im Doppel mit Bublik am Start
Doch zurück nach Stuttgart, wo der von Verletzungen geplagte Kyrgios in seinem Comeback einen sehr guten Eindruck hinterließ. Grund dafür war laut des Protagonisten auch das Publikum: „Ich habe die Liebe von Anfang an gespürt.“ Die Fans bei den BOSS OPEN und Kyrgios sind sich durchaus bekannt. In zwei seiner vier bisherigen Teilnahmen erreichte der siebenfache ATP-Toursieger das Halbfinale.
Das könnte auch beim Comeback durchaus der Fall sein, sofern der eigene Körper mitspielt. In der zweiten Runde wartet mit Qualifikant Sho Shimabukuro ein machbares Los. Im Viertelfinale könnte dann ein Duell mit dem topgesetzten Ben Shelton anstehen. Auch im Doppel ist Nick übrigens dabei. Am heutigen Mittwoch geht es mit Partner Alexander Bublik in der ersten Runde gegen Jakub Paul und Ryan Seggerman.
Wimbledon als kurzfristiges Ziel
Dass hinter der Rückkehr auf die Tour ernste Absichten stecken, das beweist der Turnierplan der kommenden Wochen. Denn nach seinem Auftritt in Stuttgart wird Nick Kyrgios auch in Halle und auf Mallorca aufschlagen. Auch diese beiden Events sind durch eine Wildcard möglich geworden.
Das klare Ziel ist die anschließende Teilnahme in Wimbledon, wo Kyrgios vor vier Jahren mit bereits erwähntem Endspieleinzug eine seiner besten Karrierephasen durchlief. Es wäre auch dem gesamten Tennissport zu wünschen, dass der Australier nochmal dieses Niveau erreichen kann. Doch die Unberechenbarkeit eines Kyrgios lässt Tendenzen nicht zu.
