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Spielervertreter Pospisil zur French-Open-Verlegung - „Das ist Wahnsinn“

Vasek Pospisil, einer der eloquentesten Vertreter seiner Zunft, kann mit der Verlegung der French Open 2020 in den September nichts anfangen. Der Französische Tennis Verband habe einfach über die Köpfe der Spieler hinweg entschieden.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 17.03.2020, 18:12 Uhr

Vasek Pospisil hätte da mal ein paar Anregungen
© Jürgen Hasenkopf
Vasek Pospisil hätte da mal ein paar Anregungen

Zwei Grand-Slam-Turniere innerhalb von fünf Wochen - so soll es nach den Plänen des Französischen Tennisverbandes FFT im Herbst 2020 aussehen. Dafür fielen wohl Turniere wie Metz, St. Petersburg oder Chengdu aus dem Kalender der ATP. Wer die Preisgelder bei den vier Majors kennt, weiß, dass sich wohl die meisten Profis für eine Verlegung der Veranstaltung ausgesprochen hätten - wenn als zweite Option eine Absage gestanden hätte.

Das Problem ist nur: Geht man nach einem Tweet von Vasek Pospisil, der im Spielerrat der ATP sitzt, dann hat der Veranstalter, die FFT, den neuen Termin gar nicht mit der ATP abgesprochen. Sondern einfach Fakten geschaffen.

Was passiert mit Roger Federers Laver Cup?

So etwas stößt gerade Pospisil sauer auf. Der Kanadier gilt als einer derjenigen Vertreter, die sich am stärksten für die Rechte der Spieler einsetzen - auch und vor allem für jene abseits der absoluten Top-Platzierungen. Dass nun die Rechnung ohne die wichtigsten Protagonisten, die Spieler nämlich, gemacht wurde, wird sicherlich ein Nachspiel haben. Pospisil ruft seine Kollegen jedenfalls auf, sich noch stärker zu engagieren.

Gespannt darf man auch auf die Reaktion von Roger Federer sein, der eigentlich vom 25. bis 27. September in Boston die vierte Ausgabe des Laver Cups abhalten wollte, vielleicht immer noch will. Es muss wohl viel geredet und verhandelt werden in den kommenden Wochen.

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Dienstag
17.03.2020, 18:21 Uhr
zuletzt bearbeitet: 17.03.2020, 18:12 Uhr