tennisnet.com Allgemeines

Tennislegende schlägt Alarm: „Irgendetwas stimmt mit diesen ganzen Verletzungen nicht“

Jannik Sinners Absage der US Open hat die Tenniswelt aufgeschreckt. Nun meldet sich Italiens Tennis-Ikone Adriano Panatta zu Wort: Ist der moderne Tennissport angesichts der vielen aktuellen Verletzungen schlicht zu brutal für den Körper?

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 24.08.2026, 17:11 Uhr

Aktuell ist Jannik Sinner noch verletzt
© Getty Images
Aktuell ist Jannik Sinner noch verletzt

Dass Jannik Sinner in New York fehlen wird, hatte selbst die italienische Tennislegende Adriano Panatta nicht erwartet. In der TV-Sendung Domenica Sportiva auf Rai 2 zeigt sich der French-Open-Sieger von 1976 überrascht: Sinner sei offenbar noch immer nicht bei 100 Prozent und habe diesmal vermutlich bewusst jedes Risiko vermeiden wollen.

„Er hat in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht, wenn er nicht topfit war“, erklärt Panatta. Gerade deshalb könne er die Entscheidung des Weltranglistenersten nachvollziehen. Hinzu komme wohl auch das typische New Yorker Augustwetter, denn die hohe Luftfeuchtigkeit bei gleichzeitig hohen Temperaturen könnte einen angeschlagenen Körper leicht zusätzlich belasten.

Nicht nur Sinner: Panatta sieht ein größeres Problem

Panatta belässt es allerdings nicht bei Sinners Knieverletzung. Der Italiener sieht eine auffällige Häufung von Ausfällen unter den besten Spielern der Welt. Neben Sinner und Carlos Alcaraz, die jeweils monatelang pausieren mussten, traf es zuletzt unter anderem Novak Djokovic, Holger Rune, Matteo Berrettini, Lorenzo Musetti, Jack Draper und Taylor Fritz.

Panatta findet es schlicht auffällig, dass es sich bei diesen Namen nicht um Spieler aus der zweiten Reihe handelt, sondern um Athleten, die im Normalfall um die Top Ten kämpfen. Für Panatta ist deshalb klar: „Irgendetwas stimmt hier nicht.“

Wird Tennis zu schnell und zu kraftvoll?

Tatsächlich vermutet Panatta einen Zusammenhang mit der Entwicklung des Spiels. Tennis sei in den vergangenen Jahren athletischer, schneller und damit insgesamt physisch noch anspruchsvoller geworden. Die Spieler schlagen härter, bewegen sich explosiver und müssen diese Intensität über lange Matches und eine immer dichter werdende Saison hinweg aufrechterhalten.

„Ich denke, es liegt an der Art des Spiels, die einen dazu zwingt, so schnell und kraftvoll zu spielen“, sagte Panatta. Das sei offensichtlich die Kehrseite des modernen Hochleistungstennis, das die Zuschauer so sehr lieben. Was auf dem Platz spektakulär aussehe, verlange dem Körper nun mal eine enorme Belastung ab. Panatta plädiert daher dafür, die Absage der Nummer 1 der Welt bei einem Grand-Slam-Turnier als Warnsignal zu betrachten.

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Djokovic Novak
Berrettini Matteo
Rune Holger Nodskov
Sinner Jannik
Fritz Taylor
Musetti Lorenzo
Alcaraz Carlos
Draper Jack

von Isabella Walser-Bürgler

Montag
24.08.2026, 18:46 Uhr
zuletzt bearbeitet: 24.08.2026, 17:11 Uhr

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Djokovic Novak
Berrettini Matteo
Rune Holger Nodskov
Sinner Jannik
Fritz Taylor
Musetti Lorenzo
Alcaraz Carlos
Draper Jack