Die denkwürdigsten deutschen Damen-Matches – Platz 7
Steffi Graf leitete im Jahr 1989 mit dem Finalsieg gegen Martina Navratilova den historischen deutschen Wimbledon-Tag ein.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
11.12.2014, 08:45 Uhr

Vom 1. bis 24. Dezember präsentierttennisnet.comeine redaktionelle Bestenliste und kürt die zwölf denkwürdigsten deutschen Matches bei den Damen und Herren. Für die Wertung wurde nicht nur der Spielverlauf und die Dramatik, sondern auch die historische Bedeutung der Matches berücksichtigt. In unseremtennisnet.com-Adventskalenderwerden wir bis Heiligabend abwechselnd ein Türchen bei den Damen und Herren öffnen. Wir wollen euch damit die tennisfreie Weihnachtszeit etwas versüßen. Getreu dem Motto „Ladies first“ haben die Damen immer den Vorrang. Die Herren ziehen dann nach.
Die denkwürdigsten deutschen Damen-Matches: Platz 7
Steffi Graf – Martina Navratilova (USA) 6:2, 6:7 (1), 6:1
(9. Juli 1989 in London – Finale Wimbledon)
Die Vorgeschichte:
Der 9. Juli 1989 war ein grauer Sonntag in Wimbledon. An jenem Tag hatten Steffi Graf und Boris Becker die Chance, deutsche Tennisgeschichte zu schreiben. Wegen Regenfällen in den vergangenen Tagen musste sowohl das Damenfinale als auch das Herrenfinale am Sonntag ausgetragen werden. Den Anfang machte Steffi Graf, die sich im dritten Jahr in Folge mit Martina Navratilova um den Wimbledontitel stritt. 1987 war Navratilova die Siegerin, 1988 hatte sich Graf ihren ersten Wimbledontitel geholt.
Das Match:
Nach nervösem Beginn im ersten Satz übernahm Graf das Kommando und sicherte sich schließlich souverän den ersten Durchgang. Im zweiten Satz konnte die Deutsche zwar den 2:5-Rückstand noch aufholen, zog dann aber im Tiebreak deutlich den Kürzeren. Die Entscheidung fiel zu Beginn des dritten Satzes, als Graf das Break zum 3:1 mit viel Mühe bestätigte und dann Navratilova ein weiteres Mal den Aufschlag abnahm. Mit einem Ass verwandelte sie ihren Matchball und verteidigte ihren Wimbledontitel. Graf verdrückte ein paar Freudentränen und machte den ersten Schritt zum historischen deutschen Wimbledon-Tag.
Die Auswirkungen:
Becker sorgte anschließend mit einem Dreisatzsieg gegen Stefan Edberg dafür, dass der 9. Juli 1989 als einer der denkwürdigsten Tage in die deutsche Sportgeschichte einging. Vielleicht hat dieser Tag nicht die große Strahlkraft wie der 4. Juli 1954, als Deutschland das erste Mal Fußball-Weltmeister wurde. Aber für das deutsche Tennis wird dieser Tag immer besonders bleiben. Erst im Rückblick wird deutlich, was an jenem Tag geleistet wurde. „Wenn man als Spieler mittendrin ist, bekommt man die Bedeutung nicht mit, wie unglaublich dieser Tag für das deutsche Tennis war“, sagte Becker dieses Jahr in Wimbledon 25 Jahre nach diesem historischen Tag.
Lest hier den Erlebnisbericht zum geschichtsträchtigen deutschen Tag in Wimbledon bei tennisnet.com!
Die denkwürdigsten deutschen Damen-Matches im Überblick:
Platz 8: Sabine Lisicki - Serena Williams
Platz 9: Steffi Graf - Anke Huber
Platz 10: Anke Huber - Martina Navratilova
Platz 11: Sylvia Hanika - Martina Navratilova
Platz 12: Angelique Kerber - Petra Kvitova
(Text: cab)
