Thomas Muster zur Thiem-Trennung: "Wurde nicht nach 16 Tagen gefeuert"

Thomas Muster hat in einem Interview seine Aussagen zum Ende der Zusammenarbeit mit Dominic Thiem präzisiert. Der 52-Jährige steht weiterhin zu seinen Aussagen und erklärte, dass das Engagement mit Österreichs aktuell bestem Tennisspieler schon länger andauerte als öffentlich bekannt.

von Lukas Zahrer
zuletzt bearbeitet: 29.03.2020, 17:59 Uhr

"Nach der Bitte der Familie Thiem habe ich im Hintergrund bereits seit September 2019 die Fäden gezogen", sagte Muster der Presse am Sonntag. "Ich wurde also nicht nach 16 Tagen gefeuert, wie zu lesen war. Die Zusammenarbeit war anfangs geheim, um kein mediales Theater zu erzeugen, speziell nicht vor dem Heimturnier in Wien im Oktober."

In der Wiener Stadthalle gewann Thiem zum ersten Mal das ATP-500-Turnier und komplettierte damit nach dem Turniersieg von Kitzbühel den "Austrian Slam" im Jahr 2019. Wenige Wochen später erreichte er nach Siegen über Novak Djokovic und Roger Federer das Finale bei den ATP Finals in London. Im Jänner schaffte er es bei den Australian Open in sein erstes Grand-Slam-Finale auf Hartplatz.

"Ein schlecht vorbereiteter Spieler hätte das niemals geschafft", meinte Muster, der als Kaptiän von Team Austria beim ATP Cup Anfang Jänner fungierte, über die Leistungen Thiems.

Muster: "In meiner Wortwahl habe ich mich nicht vergriffen"

Nach der Trennung von Thiem und Muster während der Australian Open äußerte sich der Steirer kryptisch mit einer Metapher über die Gründe des Zerwürfnisses. "Es gibt Häuser mit schönen, ja mit ganz wunderbaren Fassaden. Aber man weiß sehr selten, wer drinnen wohnt", hatte Muster damals gegenüber Eurosport gesagt.

"Zu dem, was ich gesagt habe, stehe ich, in meiner Wortwahl habe ich mich nicht vergriffen", meinte Muster nun rund zwei Monate später. "Auf gut Deutsch gesagt: Man kann einfach in keinen Menschen hineinschauen."

Die Berichtersattung sei in den Tagen nach dem Ende allerdings fehlerhaft gewesen, Muster habe "zu 99 Prozent Blödsinn darüber gelesen", da die Zusammenarbeit eben schon länger gedauert habe.

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von Lukas Zahrer

Sonntag
29.03.2020, 17:50 Uhr
zuletzt bearbeitet: 29.03.2020, 17:59 Uhr