Toni Nadal warnt: Alcaraz läuft auf Reserve und braucht eine Pause
Carlos Alcaraz steht nach einer intensiven Saison und dem Indian-Wells-Halbfinale gegen Daniil Medvedev unter Beobachtung. Tennis-Legende Toni Nadal erkennt Anzeichen von Erschöpfung.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
19.03.2026, 09:26 Uhr

Fordert der intensive Saisonstart seinen Tribut? In der laufenden Saison hat Carlos Alcaraz bereits 17 von 18 möglichen Matches gewonnen. Darunter stehen ihm die Siege bei den Australian Open und den Qatar Open zu Buche. Erst im Halbfinale von Indian Wells musste er sich Daniil Medvedev erstmals heuer geschlagen geben. Die langen Ballwechsel gegen den ehemaligen Weltranglistenersten zehrten sichtlich an seinen Kräften.
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Toni Nadal sieht Warnzeichen
Toni Nadal, der seinen berühmten Neffen Rafael Nadal einst auf Weltniveau coachte, äußerte sich diese Woche kritisch zu Alcaraz’ Zustand: „Ich habe gesehen, dass er etwas müde aussieht. In manchen Ballwechseln schien er auf Reserve zu laufen. Vielleicht wäre es sinnvoll, über den Verzicht auf einige Turniere nachzudenken.“
Alcaraz erklärt sich
Der Spanier selbst schiebt seine angebliche Ermüdung auf die extremen Bedingungen in Indian Wells: „Es lag an der Hitze. Vor allem die langen Ballwechsel gegen Daniil kosten sehr viel Energie.“ Im zweiten Satz habe er sich jedoch wieder besser gefühlt und akzeptiert, dass er „leiden“ müsse, um auf höchstem Niveau zu bestehen. Leider habe es diesmal nicht gereicht.
Druck im Kampf um die Spitze
Die Niederlage von Alcaraz gegen Medvedev hat auch Auswirkungen auf das Rennen um die den ersten Weltranglistenplatz. Jannik Sinner konnte Medvedev im Finale bezwingen, so dass Alcaraz’ Vorsprung auf Sinner auf knapp über 2.000 Punkte schrumpfte. Mit 2.340 Punkten, die er bis zu den French Open verteidigen muss, bleibt ihm dabei wenig Spielraum für Erholung.
