Träume auf Sand gebaut: Alexander Zverev kann im Frühjahr viel gewinnen!
Alexander Zverev startet Mitte April in München in die Mission Titelverteidigung beim ATP-500er-Turnier. Danach kann der Weltranglistendritte viele Punkte in der diesjährigen Aschesaison hinzugewinnen. Und vielleicht sogar den großen Coup landen.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
31.03.2026, 07:08 Uhr

Nach dem doppelten Halbfinalaus in Indian Wells und Miami gegen den aktuell unbezwingbaren Jannik Sinner, richtet sich der Blick von Alexander Zverev nun auf die Sandplatzsaison. Die rote Asche liegt dem Spiel von Alexander Zverev sehr gut, wie die zahlreichen Erfolge in der Vergangenheit bewiesen haben. Ein Blick auf die zu verteidigenden Punkte verrät, dass es der Hamburger eigentlich entspannt angehen lassen kann.
Dabei hat Alexander Zverev direkt zum Auftakt das dickste Brett zu bohren, wenn man rein auf die Punkte schaut. Im vergangenen Jahr triumphierte Zverev nämlich beim ATP-500er-Turnier in München im Endspiel gegen Ben Shelton und darf damit die 500 Punkte ab dem 13. April verteidigen. Beruhigend ist dabei, dass es sich bis zu Roland-Garros fast schon um die Hälfte des Punktepolsters aus dem letzten Jahr handelt.
Denn mit dem Achtelfinale in Madrid (100 Punkte) und dem Viertelfinale in Rom (200 Punkte) kam kein großer Schwung an ATP-Punkten bei den Masters-Events hinzu. Das direkte Aus gegen Matteo Berrettini in Monte-Carlo wurde zwar mit zehn Punkten vergütet, ist aber bei Alexander Zverev von den Offiziellen sowieso aus der Wertung genommen, da nicht alle ATP Masters-Turniere zählen.
Im Vorjahr an Djokovic in Paris gescheitert
Auch in Paris belief sich die Ausbeute auf „nur“ 400 Punkte, da im Vorjahr im Viertelfinale gegen Novak Djokovic das Roland-Garros-Turnier beendet war. Die Enttäuschung des letzten Jahres bringt also neue Hoffnungen für die kommenden Wochen, denn Alexander Zverev hat in vielen Jahren um diese Jahreszeit schon mehr zu verlieren gehabt. Dazu gleich nochmal mehr.
Sollte übrigens das Worst-Case-Szenario eintreffen und Alexander Zverev wirklich erfolglos von der roten Asche in die Rasensaison wechseln, würde die deutsche Nummer eins trotzdem noch Mitglied der Top Ten bleiben. Auch das ein Vorteil der Ausbeute aus dem letzten Jahr.
Umgekehrt kann Alexander Zverev auch viel gewinnen in der diesjährigen Aschezeit. Der 28-Jährige sammelte beispielsweise im Jahr 2024 mit dem Titel in Rom und dem Endspiel in Paris über 2300 Punkte. Das würde natürlich nicht für den Angriff im Ranking auf Carlos Alcaraz und Jannik Sinner reichen. Doch der aktuelle Weltranglistenplatz drei wäre damit bestimmt für längere Zeit in deutscher Hand.
Am Ende wird für Alexander Zverev dennoch mal wieder nur der ganz große Titel in Paris zählen. Träume, die auf Sand gebaut sind, werden ab und an bekanntlich auch wahr.
