Trotz IOC-Beschluss: Vorerst keine Veränderungen im Tennis
Der Tennis-Weltverband (ITF) verzichtet trotz Aufhebung der Sanktionen gegen Athletinnen und Athleten aus Belarus durch das IOC vorerst auf eine veränderte Vorgehensweise.
von SID
zuletzt bearbeitet:
08.05.2026, 19:45 Uhr

Neben dem russischen bleibe auch der belarussische Tennisverband suspendiert, hieß es in einer Mitteilung der ITF am Freitag. An der "bisherigen Haltung" der Organisation habe sich nichts geändert.
Im Herbst könnte sich allerdings eine neue Dynamik ergeben. "Über den Mitgliedsstatus des belarussischen Tennisverbands wird auf der ITF-Jahreshauptversammlung im Oktober von den stimmberechtigten ITF-Mitgliedsländern gemäß den satzungsmäßigen Verfahren entschieden", hieß es in der Erklärung weiter.
Für die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka bedeutet die Entscheidung eine Enttäuschung. Sie hatte beim Turnier in Rom betont, bald auch wieder unter belarussischer Flagge starten zu wollen. "Ich hoffe wirklich, dass sie uns unsere Flagge zurückgeben", sagte Sabalenka: "Ich wäre extrem stolz darauf, Belarus zu vertreten."
Derzeit erscheint bei den belarussischen Tennisspielerinnen und -spielern weder die Flagge noch die Nationalität in den Ergebnislisten. Das Internationale Olympische Komitee hatte am Donnerstag die Sanktionen gegen Athletinnen und Athleten aus Belarus aufgehoben. Sportler aus Belarus dürfen damit bei internationalen Wettkämpfen wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne starten, sofern die jeweiligen Sportverbände dies gestatten
