Tsitsipas frustriert: "Rücken verdirbt mir die Spielfreude"
Stefanos Tsitsipas blickt auf eine verletzungsbedingte Saison 2025 zurück. Nun spricht er erstmals offen über seine körperlichen und mentalen Probleme.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
14.02.2026, 20:28 Uhr

Nach Jahren an der Spitze der Tenniswelt rutschte Stefanos Tsitsipas Ende 2024 aus den Top Ten und kämpft seit 2025 mit Rückenproblemen. Trotz seines Sieges bei den Dubai Tennis Championships 2025, der ihn kurzzeitig wieder in die Top Ten zurückkatapultierte, blieb die Unsicherheit ein ständiger Begleiter. Der Grieche beschreibt die anhaltende Situation als frustrierend: Er konnte und kann nur begrenzt trainieren und hofft nach wie vor auf eine bislang nicht eingetretene Besserung der Situation.
Zum Beobachter verdammt
„Es fühlt sich seltsam an, plötzlich zum Zuschauer degradiert zu sein“, gestand Tsitsipas diese Woche in Rotterdam. Lange Zeit habe er mit dem Gefühl gekämpft, vom Wettbewerb abgeschnitten zu sein. Die Freude am Spiel, die ihn einst so angetrieben hatte, scheint mittlerweile jedenfalls in weite Ferne gerückt.
Mehr Sorgen als Erfolge
Unter den ausbleibenden sportlichen Erfolgen litt auch die Psyche. Frühzeitige Niederlagen bei den French Open, der Rückzug von Wimbledon wegen Verletzung und das frühe Aus bei den US Open spiegelten die schwierige Lage wider. Am Ende der Saison 2025 stand Tsitsipas eine Bilanz von 22:18 Siegen (und Rang 36) zu Buche. Damit sei er, so Tsitsipas, deutlich unter den eigenen Erwartungen geblieben.
Gesundheit geht vor
Gleichzeitig betont Tsitsipas, dass die Gesundheit nun Vorrang habe: „Das Spiel ist zweitrangig geworden. Die Gesundheit ist das Wichtigste in meinem Leben.“ Damit verdrängt er die Unsicherheit über seine Zukunft. Irgendwie wirkt Tsitsipas gefangen zwischen dem Wunsch, wieder erfolgreich zu sein, und der Realität seines angeschlagenen Körpers.
