US Open: Jessica Pegula - Der Konstanz in Person fehlen zwei Schritte zur Krönung
Jessica Pegula hat im Jahr 2026 mehr Siege gefeiert als jede andere Spielerin. Bei den US Open will die so konstante US-Amerikanerin ihre Karriere nun endlich krönen.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
09.09.2026, 16:47 Uhr

Schön war es nicht immer, aber das war Jessica Pegula in dieser Sekunde völlig egal. Voller Inbrunst schrie die 32-Jährige nach dem Dreisatzerfolg über Emma Navarro ihre Freude in den New Yorker Nachthimmel, ehe sie am Netz die Glückwünsche ihrer Landsfrau entgegennahm. “Ich hatte heute mit vielen inneren Dämonen zu kämpfen”, sagte Pegula noch auf dem Court.
Zum dritten Mal in Folge steht Pegula bei den US Open in der Vorschlussrunde. Zum ganz großen Coup reichte es für sie in New York - wie auch an den drei anderen Grand-Slam-Standorten - bislang aber noch nicht. In den vergangenen beiden Jahren verlor die US-Amerikanerin in Flushing Meadows jeweils gegen Aryna Sabalenka, mit der sie es im Halbfinale am Donnerstag erneut zu tun bekommt.
Pegula verlor 2024 im Finale gegen Sabalenka
“Ich weiß, dass sie mich definitiv dazu angespornt hat, eine bessere Spielerin zu werden”, sagte Pegula, die 2024 in New York das bislang einzige Grand-Slam-Finale ihrer Karriere gegen Sabalenka verlor, bei ihrer Pressekonferenz. Insgesamt liegt die Weltranglistendritte im Head to Head 4:9 zurück, zwei der jüngsten drei Duelle konnte sie allerdings für sich entscheiden.
“Ich werde mich auf die letzten paar Matches stützen. Da habe ich ich ziemlich aggressiv gespielt und sie aus dem Gleichgewicht gebracht”, sagte Pegula, die gegen Navarro ihren bereits 50. Sieg in der laufenden Saison feierte. Keine Spielerin gewann im Kalenderjahr 2026 mehr Matches.
Pegula lässt Svitolina hinter sich
Zudem weist Pegula nach dem Viertelfinalerfolg unter allen aktiven Spielerinnen ohne Major-Titel, die mehr als zehn Matches auf diesem Level absolvierten, die höchste Siegquote bei Grand-Slam-Turnieren auf. Die US-Amerikanerin hält nun bei einer Bilanz von 71 Siegen und 30 Niederlagen (70,3 Prozent) und ließ damit Elina Svitolina (119:51/70 Prozent) hinter sich.
Geht es nach Pegula, soll dieser Rekord schon bald wieder Svitolina gehören. Denn mit zwei weiteren Siegen in Flushing Meadows würde sich die US-Amerikanerin für immer aus der Riege der majorlosen Spielerinnen verabschieden - und sich auf der größten aller Bühne für ihre Konstanz belohnen.
Hier das Einzel-Tableau der Frauen
