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US Open: Kein Muster in Serenas Niederlagen - außer den Nerven

Serena Williams hat zum vierten Mal hintereinander ein Grand-Slam-Endspiel verloren. Und bei ihrer Niederlage gegen Bianca Andreescu wieder keinen Satz gewonnen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 08.09.2019, 08:02 Uhr

Hat das Warten auf 24 jemals ein Ende für Serena Williams?
© Jürgen Hasenkopf
Hat das Warten auf 24 jemals ein Ende für Serena Williams?

Von Jens Huiber aus New York City

Doppelfehler sind wahrlich kein Alleinstellungsmerkmal für Serena Williams gewesen bei diesen US Open 2019. Alexander Zverevs Probleme bei der Spieleröffnung sind mittlerweile wohl dokumentiert, das entscheidende Tiebreak im fünften Satz zwischen Matteo Berrettini und Gael Monfils schwankte irgendwo zwischen Drama und Komödie. Weil die beiden Herren eben auch nicht mehr zu wissen schienen, wohin sie die Kugel einwerfen sollten.

Nun hätte Serena Williams nach den drei glatt verlorenen Grand-Slam-Endspielen nichts dringender gebraucht als einen Start, der ihr angekratztes Final-Selbstvertrauen wieder ein wenig aufpolieren könnte. Die Chance zur 1:0-Führung war da, Serena verlor das Auftaktspiel mit zwei Doppelfehlern dennoch noch.  Und konnte am Ende nur mit einer Gewaltleistung ein numerisches Debakel verhindern. Wobei es im Tennissport rechtschaffen egal ist, ob ein Satz 1:6 oder 6:7 verloren geht. Das Torverhältnis spielt keine Rolle.

Probleme nur gegen McNally

Nach der Niederlage in Wimbledon gegen Simona Halep hatte Serena Williams gesagt, sie müsse einfach wieder mehr Finali spielen, nicht nur auf Grand-Slam-Ebene. Dieser Wunsch wurde ihr in Toronto erfüllt, allerdings nur vier Spiele lang, dann musste die 37-Jährige verletzungsbedingt aufgeben. Gegen Bianca Andreescu, die 20 Jahre nach Serena erstem Triumph nun ebenfalls in der Siegerliste der US Open zu finden ist.

Williams hatte sich in New York in das Endspiel geschossen, lediglich gegen Catherine McNally kam die 23-malige Major-Siegerin kurz in Bedrängnis. Ansonsten hatte Williams ihre Gegnerinnen stets im Griff, angefangen mit Maria Sharapova, gegen die Serena immer mit besonderer Verve auf den Court geht. Keine Spur von Nervenschwäche, auch nicht gegen Elina Svitolina in der Vorschlussrunde.

Die Doppelfehler quälen Serena Williams

Das Publikum hatte aber schon kurz nach Beginn des Finals gegen Andreescu, eben nach diesem Break für die Kanadierin, noch einmal eine Oktave zugelegt. Serena Williams bedeutet den US-amerikanischen Fans unheimlich viel dieser Tage, das mag nicht immer so gewesen sein, schon gar nicht in New York, wo sich Serena in der Vergangenheit mehrere Ausraster geleistet hatte. Die Bewunderung geht durch beinahe alle Fanschichten, Mrs. Williams hat, wie auch Schwester Venus, etwas geschafft, was nicht vielen Sportlern vergönnt ist: Man erkennt sie am Vornamen. Kobe Bryant war zu Beginn des Turniers zwei Tage lang zu Gast, für den legendären Basketball-Spieler gilt dasselbe.

Kobe hat Michael Jordan nicht ganz erreicht, ein NBA-Titel hat zu Jordans sechs gefehlt. Mittlerweile ist es vorstellbar, dass auch Serena Williams Margaret Court nicht einholen wird. Vier Chancen hat sie nun en suite vergeben, Muster lässt keines erkennen: Simona Halep und Angelique Kerber haben Serena einen Ball mehr spielen lassen als die anderen, die Favoritin dann ausgekontert. Naomi Osaka hat das US-Open-Finale 2018 dominiert. Und Bianca Andreescu war irgendwo zwischen drin, die 19-Jährige hat ein erstaunliches Arsenal an Waffen und spielt auch defensiv stark.

Dass Serena Williams beinahe doch noch ein Comeback geschafft hat, spricht für die Größe der US-Amerikanerin. Dass aber wieder ein Doppelfehler im allerletzten Spiel die Niederlage einleitete, passte in diesen Samstagnachmittag im Billie Jean King National Tennis Center.

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