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US Open: Milan Weltes Lauf endet im Viertelfinale

Milan Welte, der einzige deutsche Teilnehmer, ist im Viertelfinale der US Open 2019 ausgeschieden. Der Qualifikant unterlag Jonas Forejtek aus der Tschechischen Republik in drei Sätzen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 07.09.2019, 21:46 Uhr

Milan Welte hat sich in New York großartig präsentiert
© Jürgen Hasenkopf
Milan Welte hat sich in New York großartig präsentiert

Von Jens Huiber aus New York City

Dass seine Reise zu den US Open bis zum Samstag der zweiten Woche andauern würde, mit dieser Erwartung war Milan Welte ganz sicher nicht nach New York gekommen. Mit  dem 6:3, 5:7 und 4:6 gegen den an Position vier gesetzten Jonas Forejtek musste Welte zwar seinen Abschied nehmen, wer als Qualifikant zunächst kurzfristig in die Bronx gereist ist (und das sogar als Alternate), den wird eine Niederlage in der Runde der letzten Acht nicht erschüttern. Zumal Welte auf dem Weg dorthin Toby Alex Kodat, immerhin an Position sechs gereiht, besiegt hatte.

Nach diesem Match hatte der Abiturient seine erste, kleine Pressekonferenz gegeben. Und musste zunächst einer US-amerikanischen Journalistin erklären, wo genau Saarbrücken liegt. Dort trainiert Welte, gecoacht wird er von seinem Vater. Eigentlich hatte eine Reise zu einem ITF-Turnier in Südafrika angestanden, dann war er plötzlich doch noch ins Qualifikations-Tableau gerutscht. Das Hotelzimmer wurde immer Tag für Tag verlängert, durch die wetterbedingte Absage der Matches am Freitag wurde nun eine weitere Nacht fällig.

Welte schafft fast das große Comeback

Ob er den Sprung ins Herrentennis tatsächlich wagen wird, das stehe noch nicht so ganz fest, erklärte Welte weiter. Grundsätzlch kommt für einen Mann seines Alters auch eine College-Karriere in Frage, aber auch da wollte sich der 18-Jährige noch nicht festlegen. Vorbilder für einen derartigen Weg gibt es ja zur Genüge, bei den laufenden US Open hatte Dominik Koepfer, der dereinst für die Universität von Tulane gespielt hat, nachdrücklich auf sich aufmerksam gemacht. 

Sein Ansprechpartner beim Deutschen Tennis Bund sei Davis-Cup-Chef Michael Kohlmann, gab Welte zu Protokoll. Der deutsche Teamchef schätzt vor allem die Rückhand des Saarbrückeners, diese sei eine der besten im Juniorentennis überhaupt. Im Match gegen Forejtek funktionierte dieser Schlag vor allem im ersten Satz ausgezeichnet, nach dem Verlust des zweiten ging Welte ein wenig die Luft aus. Was ihn nicht daran hinderte, nach einem 0:5-Rückstand noch einmal ein Comeback zu starten. Eines, das seinem Gegner den Schweiß auf die Stirn trieb. Der Tscheche verlor seinerseits fünf Spiele in Folge, schaffte es dann aber, seinen Aufschlag zum 6:5 zu gewinnen. Milan Welte dagegen lag gleich 0:40 zurück - und schlug den dritten Matchball seines Gegners ins Netz.

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von Jens Huiber

Samstag
07.09.2019, 21:46 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.09.2019, 21:46 Uhr