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US Open: Philipp Kohlschreiber auf dem Weg zurück zu alter Form

Philipp Kohlschreiber hat mit Lucas Pouille eine interessante Aufgabe bei den US Open 2019 gezogen. Die langjährige deutsche Nummer eins wähnt sich wieder auf dem Weg nach oben.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 23.08.2019, 23:52 Uhr

Philipp Kohlschreiber startet in New York gegen Lucas Pouille
© Getty Images
Philipp Kohlschreiber startet in New York gegen Lucas Pouille

Von Jens Huiber aus New York City

Stephan Fehske reist nicht zum Spaß nach New York City. Gut, kaum eine Stadt passt besser zum bekannt extrovertierten Manager und Nun-wieder-Trainer von Philipp Kohlschreiber als der sogenannte Big Apple, hier trägt man(n), was gefällt. Das sind im Falle von Fehske selten blütenweiße T-Shirts - auch nicht auf dem Court, den er sich nicht selten mit seinem Schützling teilt. Denn auch das ist eine Facette des Manager-Coaches: Stephan Fehske trifft den Ball dem Vernehmen nach ziemlich oft und schwungvoll im Sweetspot seines Schlägers.

Das gilt neuerdings auch wieder für Philipp Kohlschreiber, der seit ein paar Tagen in New York City weilt. Tatsächlich sei es eine Niederlage gewesen, unter besonderen Umständen zumal, die Kohlschreiber wieder auf den Pfad Richtung Erfolg zurückgebracht haben, so Fehske gegenüber tennisnet vor einer geplanten Trainingseinheit mit David Goffin in New York: In seiner Wahlheimat Kitzbühel musste der deutsche Veteran sein Zweitrunden-Match gegen Pablo Andujar auf dem kleineren Court Küchenmeister bestreiten, der zweifache Kitz-Champion war ob dieser Ansetzung nicht begeistert. Fand aber gerade in jenem Spiel wieder das Gefühl für die richtigen Schläge, das Kohlschreiber in den Wochen zuvor abhanden gekommen war.

Kohlmann sieht gute Chancen für Kohlschreiber

Danach reiste Kohlschreiber zur Qualifikation nach Cincinnati, ließ dort zunächst Daniel Evans keine Chance, scheiterte knapp an Ivo Karlovic. Ein Betriebsunfall, der nach Einschätzung von Coach Fehske nicht überbewertet werden sollte. Bei den US Open geht es gleich zu Beginn gegen Lucas Pouille. Der Franzose spielt keine brillante Saison, zehrt noch von seinem Halbfinal-Einzug bei den Australian Open Anfang 2019.

In Cincinnati erreichte Pouille das Viertelfinale, wieder einmal war dann Novak Djokovic eine Nummer zu groß für den Schützling von Amélie Mauresmo. Im Head-to-Head führt Pouille mit 2:1-Siegen, das letzte Treffen gab es 2018 in der Halle in Wien.

Zu Pessimismus auf Seiten von Team Kohlschreiber besteht also kein Anlass, das sieht auch der deutsche Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann so. „An einem guten Tag gibt es nur ganz wenige Spieler, gegen die Philipp nicht gewinnen kann“, erklärte der Teamchef. Im vergangenen Jahr musste Alexander Zverev diese Erfahrung machen, Kohlschreiber besiegte seinen deutlich besser platzierten Landsmann im Louis Armstrong Stadium nach starker Leistung in vier Sätzen.

Damals schon in der Box übrigens: Kohlschreibers Ehefrau Lena, die auch 2019 die Reise über den Großen Teich auf sich genommen hat. Nicht jedoch Stephan Fehske - vor Jahresfrist hatte noch Lars Uebel als Philipp Kohlschreibers Coach firmiert.

Hier das Einzel-Tableau bei den US Open

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von Jens Huiber

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24.08.2019, 11:51 Uhr
zuletzt bearbeitet: 23.08.2019, 23:52 Uhr

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