US Open: Showdown bei den vier besten Damen der Welt
Zum erst zweiten Mal in der Open Era stehen bei den US Open die vier topgesetzten Spielerinnen im Halbfinale. Aryna Sabalenka trifft auf Jessica Pegula, während die neue Weltranglistenerste Elena Rybakina gegen US-Hoffnung Coco Gauff um den Finaleinzug kämpft.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
10.09.2026, 19:05 Uhr

Die Konstellation der diesjährigen Halbfinal-Matches bei den Damen ist bemerkenswert. Erst zum zweiten Mal in der Open Era stehen die vier Topgesetzten im Halbfinale der US Open. Das gab es zuvor nur 1975. Zuletzt kam es bei einem Grand Slam 2009 in Wimbledon vor.
Sabalenka gegen Pegula: Die Revanche für 2024
Den Auftakt macht Aryna Sabalenka gegen Jessica Pegula. Damit bieten die beiden eine Neuauflage des US-Open-Finales von 2024. Sabalenka musste zwar in ihrem letzten Match im Viertelfinale gegen Wimbledon-Siegerin Linda Noskova richtig zittern und setzte sich erst im dritten Satz im Tiebreak durch. Dennoch hat die Titelverteidigerin bei den letzten neun Hartplatz-Majors jeweils mindestens das Halbfinale erreicht.
Pegula wird es ihr allerdings nicht leicht machen. Niemand auf der WTA-Tour hat in dieser Saison mehr Matches gewonnen als die 32-Jährige. Im Viertelfinale gegen Emma Navarro holte sie ihren 50. Saisonsieg und hat nach einem 0:6-Start in Grand-Slam-Viertelfinale mittlerweile vier ihrer letzten fünf gewonnen. Im Halbfinale steht sie allerdings erst zum dritten Mal – und gegen Sabalenka wartet eine Bilanz von 4:9. Pikant: Zwei der letzten drei Duelle konnte Pegula gewinnen. Die US-Amerikanerin hat also durchaus bewiesen, dass sie Sabalenka knacken kann.
Gauff gegen Rybakina: Neue Nummer eins trifft auf New Yorks Publikumsliebling
Im zweiten Halbfinale treffen Coco Gauff und Elena Rybakina aufeinander. Rybakina steht seit ihrem Viertelfinalsieg gegen Qinwen Zheng erstmals in ihrer Karriere bereits als neue Nummer eins der Welt fest. Für die Kasachin ist es zugleich eine Premiere bei den US Open, denn bislang war sie noch nie über das Achtelfinale in New York hinausgekommen.
Gauff hingegen musste auf dem Weg dorthin gegen Mirra Andreeva deutlich mehr leiden, als erwartet. Nach zehn Siegen und 20 gewonnenen Sätzen in Serie musste die US-Amerikanerin im zweiten Satz mehrere Matchbälle abwehren, ehe sie im dritten Durchgang davonzog. Für Gauff geht es im anstehenden Halbfinale aber auch um Wiedergutmachung: Erst vor zwei Monaten verlor sie das Wimbledon-Halbfinale gegen Karolina Muchova trotz Matchball im dritten Satz im Tiebreak.
Gauff gegen Rybakina: Das direkte Duell ist überraschend knapp
Viel Erfahrung haben die beiden mit diesem Duell noch nicht. Erst zweimal standen sich Gauff und Rybakina gegenüber, beide Male in Toronto. 2022 gewann Gauff im dritten Satz im Tiebreak, dieses Jahr setzte sich Rybakina deutlich mit 6:2 im Entscheidungssatz durch.
Die Voraussetzungen versprechen deshalb einen echten Stilkontrast. Rybakina serviert bislang herausragend und kann mit ihrer ersten Attacke enormen Druck erzeugen. Gauff wiederum bringt eine der besten Defensiven der Tour mit und hat in New York das Publikum hinter sich. Genau das könnte in einem engen Match zum Faktor werden, denn Rybakina fühlt sich in besonders lauter Atmosphäre nicht immer am wohlsten.
Hier das Einzeltableau der Damen
