Zum Abschluss noch ein großes Drama – Lleyton Hewitts Abschied aus New York

Auf Wiedersehen New York: Lleyton Hewitt scheidet bei den US Open in der zweiten Runde nach einem dramatischen Match gegen Bernard Tomic aus.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 04.09.2015, 12:19 Uhr

Im Jahr 1999 spielte Lleyton Hewitt im Alter von 18 Jahren seine erste US Open. Zwei Jahre später gewann der Australier in New York seinen ersten von insgesamt zwei Grand-Slam-Titeln. 2004 ging seine US-Open-Reise noch ein weiteres Mal ins Finale, wo er gegenRoger Federerchancenlos war. Die 15. Teilnahme am Grand-Slam-Turnier in Flushing Meadows war seine letzte. Der 34-Jährige verließ für immer die US-Open-Bühne – nicht ohne noch einmal ein typisches Hewitt-Match mit ganz viel Drama zu spielen.

Hewitt unterlag in der zweiten Runde auf dem Grandstand im australischen Duell Bernard Tomic nach verrücktem Spielverlauf und zwei vergebenen Matchbällen mit 3:6, 2:6, 6:3, 7:5, 5:7. Zunächst schien es so, als ob Tomic seinen Landsmann kurz- und schmerzlos aus New York verabschieden würde. Der 22-Jährige dominierte die ersten beiden Sätze und führte auch im dritten Satz mit 2:0. Doch dann zeigte Hewitt, warum er zwischen 2001 und 2003 die Weltrangliste für insgesamt 80 Wochen angeführt hatte. Mit Kampfgeist, Leidenschaft und jede Menge Spielwitz schaffte er die Rückkehr ins Match und ließ sich auch von weiteren Rückschlägen nicht entmutigen.

Hewitt kann letzten New-York-Trip nicht verlängern

Tomic schlug im vierten Satz bei 5:3-Führung bereits zum Matchgewinn auf, als plötzlich sein Arm schwer wurde. Hewitt holte sich in unnachahmlicher Art den Satzausgleich und war im fünften Satz auf der Siegerstraße. Bei 5:3-Führung hatte der Routinier beim Aufschlagspiel seines Landsmannes zwei Matchbälle in Folge. Doch zur Verlängerung seines letzten New-York-Trips als Profi reichte es dennoch nicht. Tomic wehrte die Matchbälle ab, schaffte den 5:5-Ausgleich und holte sich trotz Krämpfen den Sieg. „Ich schaue zu Lleyton auf, er ist eine große Legende. Deswegen war das Match so emotional für mich“, sagte Tomic hinterher.

Hewitts sechsjähriger Sohn Cruz musste mit ansehen, wie sein Papa dessen letztes denkwürdiges US-Open-Match verlor. „Ich werde diese Atmosphäre hier vermissen. Besonders diese Nacht-Matches, sie sind wirklich etwas ganz Besonderes“, sagte Hewitt. Der ganz große Abschied von der Tennisbühne folgt bei den Australian Open 2016. Zuvor will der 34-Jährige aber mit Australien den Davis Cup gewinnen. In zwei Wochen treten die „Aussies“ im Halbfinale in Glasgow gegen Großbritannien an.(Text: cab)

Hier die Ergebnisse von den US Open:Einzel,Doppel,Einzel-Qualifikation.

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