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Vukicevic-Gala zum 300. Sieg, und Bisevac-Erfolg bei Finals-Debüt

Anders als in Gruppe A, haben sich am gestrigen Sonntag zum Auftakt der HTT Finals Vorrunde in Pool ...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 28.11.2022, 13:18 Uhr

Anders als in Gruppe A, haben sich am gestrigen Sonntag zum Auftakt der HTT Finals Vorrunde in Pool B die Favoriten auf den Einzug ins Semifinale mit souveränen Vorstellungen durchgesetzt. Der 2fache Saison-Grand-Slam-Finalist und Masters-Debütant Amel Bisevac schlug den Kärntner HTT US Open Champion von 2021 Rene Gräflinger genauso glatt in zwei Sätzen, wie Titelfavorit Vladimir Vukicevic, der die gestrige Night-Session am Centercourt des UTC La Ville gegen Burgenlands Tennis-Export Nr. 1 Bernhard Scheidl ebenfalls in zwei Sätzen dominierte. Ein Bericht von C.L

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Vukicevic mit 300. HTT Karriere-Einzelsieg

Serbiens Titelhoffnung Vladimir Vukicevic hat am zweiten Spieltag der 32. HTT Finals-Auflage im UTC La Ville mit einer phantastischen Leistung nicht nur seine Rolle als großer Turnierfavorit erfüllt, sondern mit einem klaren 6:3, 6:3 Erfolg über Berhard Scheidl auch einen ganz speziellen Erfolg gefeiert. Für den 41jährigen von WAT Landstraße brachte der gelungene Finals-Auftakt den 300. Einzelsieg seiner außergewöhnlichen HTT Karriere mit sich. Ein beachtliche Marke, die in 32 Jahren HTT Geschichte vor dem Serben bislang erst vier Spieler geknackt hatten. Zudem feierte Vukicevic seinen 20. Erfolg bei den HTT Finals, und in seinem aktuellen Erfolgsrun überdies auch den 16. Einzelsieg in Serie.

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Vukicevic Vorstellung nahe an der Perfektion

42 Winner bei nur 12 unerzwungenen Fehlern, 82 Prozent an gewonnenen Punkten wenn der erste Aufschlag im Feld war, und als einziger der acht Single-Starter des HTT Saisonfinales 2022 nach dem ersten Vorrunden-Tag noch ohne Aufschlagverlust, das war schon nahe dran an Perfektion, was der serbische Ranglisten-Zweite Vladimir Vukicevic am Sonntag Abend in der Night Session des zweiten HTT Finals Spieltages am Centercourt des UTC La Ville den Zusehern anzubieten hatte. Augenscheinlich und bestechend brillierte der 20fache HTT Turniersieger am gestrigen Abend aber vorallem mit einer selten gesehenen Return-Stärke und Return-Effizienz, mit der er Serve & Volley-König Bernhard Scheidl im 12. direkten Duell der beiden HTT Topstars chancenlos wirken ließ. Dabei hatte auch der burgenländische HTT Wimbledonsieger von 2018 am Ende eine sehenswerte 23:14 Punkte-Fehler-Quote zu Buche stehen, auf dem Platz aber nicht wirklich die Möglichkeit die Dominanz seines seit Wochen in Hochform agierenden Gegners zu brechen. Mit seinem ersten Doppelfehler leitete Scheidl das erste Break seines Gegners zum 2:1 ein, den zweiten und entscheidenden Aufschlagverlust musste der 37jährige vom Neusiedler See bei 3:5 und in einer Phase hinnehmen, in der Vukicevic anfing, brillant zu returnieren.

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Scheidl mit neunter Vorrunden-Pleite im zehnten Finals-Match

Satz Nr. 2 war dann zunächst bis 4:3 von zwei starken Aufschlägern geprägt, ehe Vukicevic sein Meisterstück in Sachen Returns ablieferete, und Scheidl im achten Game vier exzellente Returns und Passierschläge um die Ohren und vor die Füße knallte. Damit war Scheidls nächste Vorrunden-Enttäuschung besiegelt. Vukicevic holte trotz zweier Doppelfehler das letzte Aufschlagspiel des Abends, und fügte Scheidl mit 6:3, 6:3 dessen neunte Vorrunden-Pleite im zehnten Finals-Match seiner Karriere zu. “Ich habe heute phasenweise wirklich großartig gespielt. Die Finals sind mein Lieblingsturnier, ich fühle mich hier am Centercourt des La Villes sehr wohl, und die Form passt weiter perfekt, so der seit 16 Spielen ungeschlagene Ranglisten-Zweite aus Serbien. “Ich habe heute nicht so gut serviert wie gewohnt, auch viele Volleys nicht so weggespielt wie ich mir das vorstelle. Aber Gratulation an meinen Gegner. Das war eine sehr beeindruckende Darbietung von ihm”, betonte Scheidl im abschließenden Interview.

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Bisevac startet mit Siegen im Einzel und Doppel in sein Finals-Debüt

Einen mehr als perfekten Start bei seiner HTT Finals-Premiere hat auch Amel Bisevac am frühen Sonntag Nachmittag hingelegt. Der 35jährige setzte sich zum Auftakt der Gruppe B gegen den HTT US Open Sieger von 2021 Rene Gräflinger mit 6:2, 6:4 durch, und verzeichnete damit einen wichtigen ersten Erfolg im Kampf um die beiden vakanten Semifinal-Tickets aus Gruppe B. Bisevac hatte sich vor seinem Einzel-Debüt auf Finals-Ebene mit einem Doppel-Erfolg an der Seite seines Bruders eingeschlagen, und die Partie mit Gräflinger von Beginn weg klar dominiert. Der Trend in Richtung Bisevac-Sieg zeichnete sich schon im zweiten Aufschlagspiel Gräflingers ab, der eine 30:0 Führung aus der Hand gab, und so das erste von insgesamt drei Breaks des ersten Satzes kassierte. Nach 33 Minuten hatte Bisevac den ersten Satz mit 6:2 in der Tasche, und den Grundstein für ein mehr als gelungenes Finals-Debüt gelegt.

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Gräflinger mit Hoffnungsschimmer im Finish der Partie

Danach steuerte der 35jährige souverän und ungefährdet seinem 30. HTT Saison-Einzelsieg entgegen. Auch, weil Gräflinger gleich im Auftakt-Game des zweiten Satzes zwei Doppelfehler servierte, und sich mit einem früh kassierten Break in Bedrängnis brachte. Bisevac setzte hingegen einen echten Wirkungstreffer, als er nach 0:40 Rückstand sein Aufschlagspiel nach drei abgewehrten Break-Chancen und fünf erzielten Punkten zum 3:1 durchbringen konnte. Auf der Gegenseite machte Gräflinger im nachfolgenden Aufschlagspiel das halbe Dutzend an Doppelfehlern voll, und ebnete seinem zwischenzeitlich 5:1 führeden Gegner damit endgültig den Weg in Richtung Auftaktsieg. Dennoch hatte das Finish aus Sicht Gräflingers vielleicht jene Momete zu bieten, die im Verlauf dieses Turniers noch Gold wert sein könnten. Der routinierte Kärntner steckte nicht auf, kam mit einem Break zum 3:5 und einem gehaltenen Aufschlagspiel auf 4:5 heran, und demonstrierte in dieser Phase sein unbestritten großartiges Können. Womöglich kann der 37jährige aus Ferlach auf diesen Momenten und Szenen aufbauen. Zur Wende oder gar zum Sieg reichte es am Sonntag aber nicht mehr. Bisevac blieb bei eigenem Aufschlag cool, und servierte im ersten Duell mit Gräflinger den erhofften Auftaktsieg nach Hause.

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