tennisnet.com Hobby Tennistour

Wenzel Graski auf einem souveränen Weg

In Abwesenheit eines Großteils der HTT-Elite, scheint der amtierende Wiener Vizelandesmeister Wenzel...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 07.03.2022, 17:18 Uhr

In Abwesenheit eines Großteils der HTT-Elite, scheint der amtierende Wiener Vizelandesmeister Wenzel Graski seiner Favoritenrolle beim 18. Peugeot März HTT 500 Turnier im UTC La Ville voll gerecht zu werden. Der 18jährige eliminierte auf dem Weg ins Semifinale, Deutschlands einen Satz lang richtig stark spielenden Newcomer Fabian Mühlstädt und Schwedens ausgepowerten Jungstar Elias Steinbichl in jeweils zwei glatten Sätzen, und bekommt es nun in der Vorschluss-Runde mit dem an Nr. 2 gesetzten Tarik Mustafik aus Nordmazedonien zu tun, der seinerseits für das überraschende Aus von Peugeot Jänner HTT 500 Finalist Amel Bisevac im Viertelfinale sorgte. Im zweiten Halbfinale des Peugeot März HTT 500 Tableaus peilt derweil der an Nummer 1 gesetzte Lukas Prüger im Duell mit dem bislang souverän durch das 16. Saisonturnier cruisenden Deutschen Matthias Klein den 29. Finaleinzug seiner HTT Karriere an. Ein Bericht von C.L

img_4195

Wenzel Graski untermauert mit Sonntags-Doppelpack seine Favoritenrolle beim Peugeot März HTT 500 Turnier

Wenzel Graski steht bei der 18. Auflage des Peugeot März HTT 500 Turniers wie erwartet unter den letzten vier Spielern, trifft im Semifinale des 1.660igsten Single-Events der Peugeot Hobby Tennis Tour Geschichte aber nicht wie allgemein angenommen auf Amel Bisevac, sondern auf Nordmazedoniens HTT-Hoffnung Tarik Mustafik. Graski verlebte am gestrigen dritten Spieltag einen ruhigen Nachmittag, und spulte seine Matches nach einem einheitlichen Schema in souveräner Manier ab. Wie schon in Runde 1 gegen den serbischen Qualifikanten Nemanja Ristanovic, schickte Graski auch seine sonnntägige Gegnerschaft in jeweils zwei glatten Sätzen und einem zu Null gewonnenen zweiten Satz unter die Dusche. Mit erst sieben abgegebenen Games nach drei Matches, hat der 18jährige vom Colony Club auch deutlich seine Anwartschaft auf den Titelgewinn beim vierten HTT 500er-Turnier des Jahres angemeldet, und die Rolle des großen Turnierfavoriten eindrucksvoll untermauert. Ein Sieg fehlt Graski noch, um zum zweiten Mal nach seinem HTT Erste Bank Open Challenger-Erfolg im Jahre 2017 ein Endspiel auf der Peugeot Hobby Tennis Tour zu erreichen. Gegner bei diesem Vorhaben am Montag Abend wird überraschender Weise Nordmazedoniens Youngster Tarik Mustafik sein, der das von vielen HTT Insidern prognostizierte und von vielen HTT Fans herbeigesehnte Duell Graskis mit dem Peugeot Jänner HTT 500 Finalisten Amel Bisevac sprengte.

img_9770

Tarik Mustafik holt 100. Einzelsieg seiner Karriere und schaltet im Viertelfinale auch noch Geheimfavorit Amel Bisevac aus

Mit einem frühen Break zum 2:1, schien der als leichter Favorit in die Viertelfinal-Partie mit Mustafik gegangene Bisevac das Spiel in die erwartete Richtung gelenkt zu haben. Doch Mustafik konterte prompt, schaffte das Re-Break zum 2:2, und wiederholte dieses Kunststück auch noch ein zweites Mal beim Stand von 3:4. Selbst holte der im Achtelfinale gegen Luka Sekulic hart kämpfen müssende Mustafik dann bei 5:4 zum Entscheidungsschlag aus. Der 19jährige breakte Bisevac zum Satzgewinn, und zeigte sich nach dem körperlich und mental anstrengenden Achtelfinal-Auftritt gegen Sekulic weiterhin überraschend frisch und munter. Mustafik blieb in der Folge auch unbeeindruckt, als Bisevac zu Beginn des zweiten Satzes einen 1:3 Rückstand aufholen konnte, und bei 3:3 zwei Break-Chancen ungenützt ließ. Wie schon im ersten Satz vollendete der Nordmazedonier dann mit dem entscheidenden Break zum 6:4, und erreichte damit zum ersten Mal ein Semifinale auf HTT 500er-Ebene und das insgesamt elfte Halbfinale seiner kräftig in Schwung gekommenen HTT-Karriere. Zudem verbuchte der Ranglisten-Neunte im Achtelfinale gegen Luka Sekulic den 100. HTT-Einzelsieg seit seinem Tour-Debüt im März 2016. “Man kann nicht immer gewinnen, die Enttäuschung über mein heutiges Aus hält sich in Grenzen. Spaß muss es machen, von daher bin ich zufrieden. Die Teilnahme an den Peugeot HTT Finals 2022 bleibt aber mein großes und erklärtes Ziel”, so der unterlegene Amel Bisevac nach seinem zweiten HTT-Einzelturnierstart.

img_2623

Lukas Prüger fehlt noch ein Sieg zum 29. Finale seiner HTT Karriere

Der einzige der großen HTT-Topstars, der an diesem ersten März-Wochenende den Weg ins Union Tennis Center La Ville gefunden hat, und nach einem intensiven Sonntag Nachmittag auch immer noch im Titelrennen mit von der Partie ist, heißt Lukas Prüger. Erstmals nach seinem vorzeitigen Abgang im Endspiel der Peugeot HTT Australian Open, versucht sich der Gewinner von 20 HTT Turnieren beim Peugeot März HTT 500 Turnier wieder auf der Tour, und das – zumindest bis ins Semifinale – mit großem Erfolg. Der 24jährige kämpfte zunächst in einem hochklassig geführten Achtelfinale den jungen Niederösterreicher Florian Scheibenbauer in drei Sätzen mit 6:3, 5:7, 6:1 nieder, ehe ihm im Viertelfinale mit dem erst 16jährigen Steirer Jonas Feichtenhofer ein völlig neues und unverbrauchtes Gesicht gegenüberstand. Der Newcomer aus Bruck an der Mur, bestens bekannt übrigens mit dem erfolgreichsten steirischen HTT-Spieler der Geschichte Alexander Schager, lieferte dem haushohen Favoriten und HTT Australian Open Sieger von 2020 einen ebenbürtigen Schlagabtausch, und musste sich nur knapp mit 6:7, 5:7 geschlagen geben. Prüger hatte im ersten Satz eine klare 4:0 Führung aus der Hand gegeben, und erst im Tie-Break die Weichen auf Sieg gestellt. Im zweiten Satz ging es nach frühem Break & Re-Break bis 4:4 mit dem Aufschlag, ehe Prüger mit dem Break zum 5:4 scheinbar für die Vorentscheidung gesorgt hatte. Doch in dieser Phase präsentierte sich Feichtenhofer als echter und vorallem zäher Kämpfer, kam mit prompt geschafftem Re-Break noch ein letzten Mal retour in diese enge Partie, bevor Prüger im Finish seine Klasse und vorallem Routine mit dem entscheidenden Break ausspielte. Im Kampf um sein 29. HTT Karriere-Finale trifft Prüger im heutigen Semifinale auf Deutschlands Matthias Klein, der sich bislang mit erst acht abgegebenen Games im Verlauf dieses Turnieres in toller Form präsentierte, und im Vergleich zu Prüger auch massigst Kräfte sparen konnte.

img_2630

 

 

Hot Meistgelesen

28.11.2022

Alexander Zverev vor Comeback: "Ich kann damit leben"

29.11.2022

Dominic Thiem: "Fit wie nie" und "sehr optimistisch"

30.11.2022

Fernando Verdasco für zwei Monate wegen Dopings gesperrt

29.11.2022

Mardy Fish und Bob Bryan erhalten Geldstrafen

28.11.2022

Erster Sieg für Casper Ruud bei Exhibition-Tour gegen Rafael Nadal

von Claus Lippert

Montag
07.03.2022, 15:46 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.03.2022, 17:18 Uhr