"Wie Messerstiche": Darum musste Taylor Townsend bei den Guadalajara-Open notoperiert werden
Taylor Townsend feierte gerade den größten Titel ihrer Karriere, als sie wenige Tage später in Mexiko mit heftigen Bauchschmerzen aufwachte. Was zunächst wie eine Lebensmittelvergiftung wirkte, entpuppte sich als akute Blinddarmentzündung.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
28.09.2026, 10:19 Uhr

Taylor Townsend war mit ordentlich Rückenwind nach Guadalajara gereist: Gemeinsam mit Katerina Siniakova hatte die US-Amerikanerin wenige Tage zuvor den Doppeltitel bei den US Open gewonnen. Auch im Einzel hatte sie in New York das Achtelfinale erreicht, wo sie an der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka scheiterte.
In Guadalajara schlug Townsend zum Auftakt Tatjana Maria in drei Sätzen. Gegen die topgesetzte Marta Kostyuk sollte es weitergehen, doch dazu kam es nicht. In der Nacht vor dem Match wachte die 30-Jährige gegen 2:30 Uhr mit extremen Schmerzen auf. „Ich hatte das Gefühl, als würde man mich in den Bauch stechen“, schilderte sie die Situation gegenüber Good Morning America.
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Diagnose: Akute Blinddarmentzündung
Zunächst hielt Townsend die Beschwerden für eine Lebensmittelvergiftung. Am Morgen bat sie ihren Physiotherapeuten in ihr Hotelzimmer. Schließlich war für 17 Uhr das nächste Match angesetzt. Doch die Schmerzen waren so stark, dass schnell klar wurde, dass mehr dahinterstecken musste.
Die Untersuchung brachte die Diagnose: akute Blinddarmentzündung. Eine sofortige Operation war notwendig. Besonders belastend war die Situation für Townsend, weil sie allein in Mexiko war und gleichzeitig an ihren kleinen Sohn dachte. „Ich wollte einfach nur nach Hause“, erinnert sie sich.
Sechs Stunden später auf dem Weg nach Hause
Die medizinische Versorgung konnte schließlich schnell organisiert werden. Townsend saß laut eigenen Angaben nur rund sechs Stunden nach dem Auftreten der Beschwerden bereits im Flugzeug Richtung Texas. In Houston wurde ihr entzündeter Blinddarm notoperiert. Für Townsend zeigte der Zwischenfall auch, wie entscheidend medizinische Unterstützung auf der Tour sein kann. „Das Positive daran ist, dass ich sofort Zugang zu meinem Arzt hatte“, sagte sie.
Comeback noch 2026?
Die Operation verlief erfolgreich. Nun konzentriert sich Townsend auf die Genesung und verbringt Zeit mit ihrer Familie – inklusive einer neuen Leidenschaft: Lego. Ganz verabschiedet hat sie sich vom Tennisjahr allerdings noch nicht.
Ihr Ziel bleibt eine Rückkehr zum Saisonende. Townsend hofft, im Doppel noch bei den WTA Finals dabei sein zu können.
