WTA Singapur: Fernandez kämpft sich ins Finale gegen „kampflose“ Gibson
Mit einer kämpferisch vorbildlichen Leistung besiegte die Kanadierin Leylah Fernandez im Halbfinale des WTA-500-Turniers in Singapur die French-Open-Finalistin Maja Chwalinska aus Polen und steht damit im Endspiel gegen die Australierin Talia Gibson, die von dem dramatischen Rückzug der Russin Tatiana Prozorova protitierte.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
26.09.2026, 15:39 Uhr

Im Halbfinale des WTA-500-Turniers sah sich die Kanadierin Leylah Fernandez im ersten Aufeinandertreffen auf der Tour der French-Open-Finalistin Maja Chwalinska aus Polen gegenüber. Dabei erwischte die Linkshänderin durch zu viele Eigenfehler einen Fehlstart mit einem schnellen 0:5-Rückstand. Zwar konnte die 24-Jährige dann ihrer Gegnerin den Aufschlag erstmals abnehmen, musste aber im Anschluss daran mit dem direkten Re-Break ihrer gleichaltrigen Gegnerin den ersten Durchgang deutlich überlassen.
Im zweiten Akt wechselte das Momentum mehrfach, doch Fernandez fand gegen Ende immer besser zu ihrem Spiel und konnte nach dem vorentscheidenden Break zum 5:4 den Satzgleichstand bei eigenem Service sicher herstellen. Mit dem Momentum im Rücken schaffte es die ehemalige US-Open-Finalistin immer besser, die Bälle zu verteilen und die Punkte erfolgreich zu Ende zu spielen. Mit ihrem ersten Matchball besiegelte die Weltranglisten-31. den 1:6, 6:4, 6:2-Erfolg nach etwas mehr als zwei Stunden.
Den Court gar nicht erst betreten musste die Australierin Talia Gibson. Die 22-jährige profitierte von dem dramatischen Rückzug von Tatiana Prozorova, die nach einem Kopf-Treffer im Doppel vom Physiotherapeuten für spielunfähig erklärt wurde.
Während Fernandez im morgigen Finale ihren zweiten 500er-Titel und ihren insgesamt sechsten Titel auf der WTA-Tour anpeilt, möchte Gibson ihre erste Siegestrophäe auf WTA-Ebene einfahren.
Hier das Einzel-Tableau aus Singapur
